zur Navigation springen
Stormarner Tageblatt

23. Oktober 2017 | 21:05 Uhr

Bad Oldesloe : „Aufräumen“ in der Kantine

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Mensa im Schulzentrum soll ein neues Konzept bekommen. Dazu verpflichtet die Stadt externe Hilfe. Die Ausschussmitglieder erwarten aber auch eine „Charmeoffensive“ des Caterers.

23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 04.Mär.2016 | 11:19 Uhr

Was war das für ein Auflauf kürzlich im Sozialausschuss als es um das Thema Mensa-Verpflegung im Schulzentrum ging. Lehrer, Eltern und Schüler haben ihren Frust über das Essen abgeladen und das war es. Vier Wochen später zur Nachfolgesitzung kam keiner mehr.

„Wir sind von der Kritik überrascht worden, kannten sie vorher nicht und haben deshalb auch keine Stellung bezogen“, begründete Niederlassungsleiter Kai-Momme Osburg, warum sich Dussmann-Mitarbeiter unlängst zu den massiven Beschwerden im Ausschuss über das Essen nicht äußerten. Aber der Konzern habe sofort reagiert. Die Mitarbeiter wurden erneut über Garzeiten, Hygiene und Umgang mit Kunden und Beschwerden geschult. „Wir hoffen, dass die Kritik nur eine Momentaufnahme aus der Vergangenheit war“, so Osburg. Torben Klöhn (SPD) kritisierte allerdings, dass immer noch Süßigkeiten und zuckerhaltige Getränke verkauft werden. „Das wird sofort abgestellt“, versprach Dussmann-Bereichsleiter Torsten Ahnsehl.

Immer wieder wurde die fehlende Salatbar kritisiert. In der Vergangenheit wurde es so dargestellt, als hätten Schüler damit Unfug getrieben. Dem ist aber nicht so – zumindest nicht seit Dussmann die Mensa betreibt. Es gab nämlich nie ein Salatbüfett. „Die Bar gehörte dem Vorcaterer und die Stadt hatte kein Geld für eine Anschaffung. Also haben wir uns darauf geeinigt, dass Salatteller angeboten werden“, klärte Ahnsehl auf.

In dem Vertrag zwischen Stadt und Dussmann wird genau dargelegt, wie mit Beschwerden umgegangen werden muss. Da hätte schon lange vieles ganz anders laufen können, aber: „Ich habe den Vertrag erst vor fünf Tage zum ersten Mal gesehen“, sagte IES-Rektor Andreas Bielke: „Wir kannten die Wege überhaupt nicht.“ Fazit von Aygün Caglar: „Die Stadt hat geschlafen und Eltern und Schüler im Stich gelassen.“ Fachbereichsleiter Thomas Sobczak räumte ein, es sei eine Gemengelage entstanden, die dringend „aufgeräumt werden muss“. Dazu sollen alle Beteiligten an einen Tisch geholt werden, um ein neues Konzept zu erstellen. Der Prozess soll durch fachkundige, externe Berater begleitet werden. Die Ausschussmitglieder wollen jeden Monat über die Entwicklung informiert werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen