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Stormarner Tageblatt

15. Dezember 2017 | 17:26 Uhr

Feines Gespür : Aufmunternder Applaus der Fans

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Zuschauer hatten ein feines Gespür: Aufsteiger SV Eichede erwischte beim 0:6 in der Fußball-Regionalliga gegen Titelfavorit VfL Wolfsburg II einen rabenschwarzen Tag, wurde aber mit Beifall in die Kabine geschickt. Kapitän Rienhoff quittierte eine Ampelkarte.

shz.de von
erstellt am 10.Sep.2013 | 12:00 Uhr

Die schönste Szene des Tages gab es aus Eicheder Sicht nach dem Abpfiff. Trotz der 0:6-Niederlage in der Fußball-Regionalliga Nord und der schwachen Leistung gegen den VfL Wolfsburg II wurden die SVE-Spieler von den 610 Fans mit Applaus in die Kabine verabschiedet. „Das habe ich so auch noch nicht erlebt. Es ist toll, wie die Leute hinter der Mannschaft stehen“, freute sich Trainer Oliver Zapel.

Ansonsten gab es wenig Grund zur Freude. „Das war bitter“, sagte Verteidiger Nico Fischer. „Da war ein Klassenunterschied zu sehen und wir haben es dem Gegner viel zu leicht gemacht. Ich hoffe, dass wir das schnell abhaken können.“ Ganz so schnell wird es nicht gehen. Denn Trainer Zapel stellte zu Recht fest: „Über die Gegentore werden wirnoch intensiv reden müssen. Die waren selbst für Außenstehende schwer zu verdauen.“

Ansonsten war auch Zapel aufgrund der Höhe der Pleite etwas desillusioniert. „Eigentlich hatten wir ja in diesem Spiel nicht viel zu verlieren. Man hat aber gesehen, dass einige Spieler den Glauben an sich selbst verloren haben.“ Auch Moritz Hinkelmann bemängelte: „Man kann gegen Wolfsburg verlieren. Aber nicht so hoch. Wir haben es nie geschafft, den Gegner in den Griff zu bekommen. Nur laufen und kämpfen reicht gegen eine Mannschaft nicht, die heute bewiesen hat, dass sie ein Aufstiegsfavorit ist.“

Torhüter Fabian Lucassen war insgesamt noch der beste Mann in einer Elf, die ansonsten geschlossen nicht ins Spiel fand. „Wenn der so gewollt war, ziehe ich den Hut“, sagte der Keeper zum 0:1, wo er nicht glücklich aussah. „Ich muss mich aufs kurze Eck konzentrieren. Dass der Ball dann da hinten reingeht, war eher Zufall, denke ich.“ Insgesamt schwankte Lucassen auch zwischen Ärger über die eigenen Fehler und Anerkennung für den Gegner. „Wolfsburg ist ein Aufstiegskandidat, der Gegner hat die Situationen gut ausgespielt, gerade als wir in Unterzahl waren, und unsere Fehler bestraft“, sagte er und ärgerte sich besonders über die „dumme Gelb-Rote Karte“ für Kapitän Jan-Ole Rienhoff. Das ärgerte auch Fischer. „In den letzten Minuten haben wir dem Gegner viel zu leicht noch weitere Tore ermöglicht.“

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