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Fiat500 Treffen : Aufmarsch der kleinen „Knutschkugeln“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Fiat 500-Fahrer aus ganz Norddeutschland treffen sich Reinfeld. Gemeinsame Ausfahrt und Benzingespräche auf der grünen Wiese.

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2013 | 12:31 Uhr

„Cinquecento“ – das klingt so schön italienisch nach dolce vita und bella figura, nach südlichem Lebensgefühl und süßem Nichtstun. Und beinahe so fühlen sich auch die Teilnehmer des Fiat-Treffens am Forsthaus Bolande. Gastwirt Guido Freyer ist selbst Fiat-500-Fan und hat gleich drei Exemplare. Erst einmal eine Stunde rund um Reinfeld gefahren – die Original-Zweizylinder-Reihenmotoren im Heck knattern nostalgisch – dann wird auf der grünen Wiese gefachsimpelt. Immerhin parken 30 blank polierte und gepflegte Oldtimer nebeneinander, was das Herz eines jeden Fiat-Fans schon ein wenig höher schlagen lässt. Das älteste Modell ist der Fiat 500 aus dem Jahre 1963 von Torsten Pierau aus Itzstedt. „Ich habe ihn vor 25 Jahren gekauft, als ich noch in der Ausbildung war“, erinnert er sich. Seitdem hat ihn der kleine, kompakte Flitzer – immerhin bringt er es mit Originalmotor auf runde 105 Stundenkilometer – nicht mehr losgelassen. Mittlerweile stehen zwei weitere Modelle in seiner Garage. Gern zeigt er, wie die „Selbstmörder-Türen“ seines Modells falsch herum aufgehen.
Auch Detlef Schulte-Oversohls Augen beginnen zu glänzen, wenn er den gekippten Motor in seinem Fiat 500-Kombi präsentiert. „Die Kombis sind sehr selten, dabei aber äußerst praktisch“, erklärt er. Man habe zu Viert genug Platz, in den Kofferraum passe so einiges rein, und er sei mit seinem Fiat 500 bereits mehrmals bis nach Italien unterwegs gewesen.

1936 brachte Fiat den ersten 500er als „Topolino“ auf den Markt, 1957 eroberte er mit dem kompakten Kleinen nicht nur ganz Italien. In den besten Jahren wurden jährlich 300 000 Fiat 500 gebaut. 1975 lief das Modell aus. Heiß begehrt und eine Alternative zur französischen Ente oder dem deutschen Käfer.

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