zur Navigation springen
Stormarner Tageblatt

22. August 2017 | 19:27 Uhr

Auf Spurensuche in der Geschichte

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Stormarner Kultur- und Geschichtstage gegen nach 15 Jahren Pause wieder an den Start / Thema: Dänemark und Stormarn

Nach 15 Jahren Pause gibt es wieder Stormarner Kultur- und Geschichtstage. 1996 war „Stormarns Weg in die Moderne“ das Thema, drei jahre später die 60er und 70er Jahre. Beide Male unter der Ädige von Prof. Dr. Norbert Fischer, der auch dieses mal als historischen Arbeitskreises zur Vorbereitung der Kultur- und Geschichtstage, dabei ist. Das Thema lag durch 700 Jahre Ahrensburg und die Planungen für die Fehmarnbelt-Querung auf der Hand: Dänemark und Stormarn.

„Dankenswerterweise hat Dr. Norbert Fischer daraus eine Spurensuche gemacht“, sagt Schirmherrin Sigrid Kuhlwein, die nicht nur als Vorsitzende des Kreiskulturausschusses für die Kultur- und Geschichtstage getrommelt hatte. Viel Dänisches scheint sich zunächst nicht in Stormarn finden zu lassen. Auf den zweiten Blick sieht das aber ganz anders aus.

„Oldesloes Blütezeit als Bad fiel in die dänische Zeit. Die Stadt war zudem Zielpunkt königlicher Reisen. Hier haben Staatsbesuche stattgefunden“, sagt Norbert Fischer. Und nicht nur das Oldesloer Rathaus wurde vom Oberbaudirektor des dänischen Staats, Christian Fr. Hansen, gebaut. In Tremsbüttel war zur Zeit des Grafen zu Stolberg das Schloss ein weit über die Region hinaus bekannter Treffpunkt für Schriftsteller und Gelehrte, Trittau war ein Zentrum der Aufklärung. „Wenn man genauer hinschaut, die Lupe rausholt, findet man einiges Überraschendes“, sagt Fischer. „Vieles, was uns bei heute prägt, geht auf die dänische Zeit zurück“, sagt auch Stiftungsmanager Jörg Schumacher.

Vom 1. März bis 25 Mai stehen historische und kulturhistorische Vorträge, Lesungen, Konzerte, Malworkshops für Kinder, Rundgänge, eine Ausstellung und eine Tagung der Universitäten Kiel und Hamburg auf dem Programm. Thema: Wie sich die Region zwischen den Hansestädten verändert hat, weil Landwirtschaft, Gewerbe, Verkehrswege und andere Nutzer den begehrten Raum teilen müssen.

„Obwohl wir kaum Vorlauf hatten, ist es gelungen, Kooperationspartner ins Boot zu holen und ein anspruchsvolles Programm auf die Beine zu stellen“, sagt Fachbereichsleiter Wilhelm Hegermann in Vertretung für Kulturreferentin Tanja Lütje, die im Mutterschutz ist. Zum Auftakt wird am 1. März in der Trittauer Wassermühle die Ausstellung „Junge dänische Kunst – Stetige Wiederkehr des Utopischen“ mit Arbeiten von drei sehr unterschiedlichen Künstlern gezeigt.

10 000 Euro hat der Kreis auf Beschluss des Kulturausschusses für die Stormarner Kultur- und Geschichtstage bereitgestellt, den Rest von geschätzt 6000 Euro steuern die Sparkassen-Stiftungen bei.

Zur offiziellen Eröffnung der Kultur- und Geschichtstage um 19.30 Uhr spielt das „Karen Bach Trio“ nordischen Jazz. Im Ahrensburger Marstall sind Filme dänischer Regisseure zu sehen, im Schloss sowie in Bargteheide sind Kinder zum „Däumlinchen“-Konzert eingeladen, während die Märchen von H. C. Andersen, die Liselotte Jürgensen in Bargteheide liest, sich an ein erwachsenes Publikum richten.

In Trittau wird ein Kunstworkshop für Kinder angeboten, historische Rundgänge wird es in Bargteheide und Bad Oldesloe geben. Der Vortrag „Der König kommt“ in der Oldesloer VHS findet, anders als im Programmheft gedruckt, einen Tag eher statt, am Mittwoch 9. April.

zur Startseite

von
erstellt am 08.Feb.2014 | 00:33 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen