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Das längste Projekt der Aktivregion : Auf neuen Wegen durch das Alstertal

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Aktivregion hat zehn Rundwanderrouten zusammengestellt. Der Förderbescheid für das Regionalmanagement ist da.

von
erstellt am 21.Mär.2015 | 06:00 Uhr

Es war das längste Projekt der Aktivregion Alsterland, nicht nur in Kilometern. Fünfeinhalb Jahre nach den ersten Ideen wurden wurden jetzt die „Wanderwege im Alsterland“ freigegeben zehn Rundrouten zwischen Nienwohld und Duvenstedt, zwischen Kisdorf und Tangstedt. Und als Vorsitzender der Aktivregion hatte Bernd Gundlach (Amt Bargteheide-Land) bei der Feier auf dem Gut Wulksfelde noch einen zweiten Grund zur Freude: Matthias Hoppe-Kossak, Direktor des Landesamts für ländliche Räume (LLUR) hatte den Bewilligungsbescheid über 400  000 Euro für das Regionalmanagement mitgebracht.

Der Bescheid selbst ist kurz, der Anhang mit den Vorgaben und Erläuterungen, wie das Geld ausgegeben werden darf, ist fünf DIN A  4-Seiten lang. „Die europäische Bürokratie hat gesiegt“, so Kossak süffisant. Insgesamt erhält Alsterland bis 2022 EU-Mittel von drei Millionen Euro. „Ich hoffe, dass wir viele Projekte entwickeln und fördern können“, sagte Gundlach, der eine Idee gleich vortrug: „Ich wünsche mir, dass wir das Wanderwegenetz nach Norden uns Westen ausdehnen.“

Die Zeit hätte man, und nun auch die Erfahrung mit so einem großen, Gemeinde- und Kreisgrenzen übergreifenden Projekt, das „viel Mühe, Arbeit und auch Tränen gekostet hat“, wie Regionalmanager Dr. Dieter Kuhn sagte, der sich gleichzeitig über die Vertragsverlängerung freuen konnte.

Ohne die Mithilfe der Ehrenamtlichen, vor allem aus dem Norddeutschen Wanderverband, wären das Projekt kaum über den Ideen-Status hinausgekommen. „Sie sind alle Wege abgegangen, haben Vorschläge für Rastplätze und Beschilderung gemacht und alles katalogisiert“, so Kuhn. Dann ging das Ganze zwecks Attraktivitätsprüfung an ein Planungsbüro. Das beurteilte zwei Drittel der Strecken positiv, weniger als ein Fünftel negativ – z. B. wenn eine Route mangels Alternative an der Straße verläuft.

„Die Qualität der Wege und die Landschaft sind entscheidend. Vorher braucht man keine Schilder bestellen“, so Kuhn. Die Förderanträge beim Landesamt und der Metropolregion und die Ausschreibung brauchten auch noch ihre Zeit. Nach vier Jahren Planung, ging die Realisierung mit einem Jahr aber zügig. Zwei Parkplätze wurden angelegt, drei Schutzhütten von der Tischlerei Raht aus Reinfeld gebaut, zehn Bänke, 15 große und 20 mittlere Info-Tafeln sowie eine Vielzahl von Ziel-, Pfosten- und Pfeilwegweisern aufgestellt und -gemalt.

Die Routen sind zwischen 5,3 und 22 Kilometer lang. Die längste ist die Rundwanderung um Tangstedt. Die kürzeste am Nienwohlder Moor lassen sich mit zwei weiteren Routen rund um Itzstedt zu einer 18 Kilometer langen Wanderung kombinieren.

„Wandern ist Trendsport. Deshalb haben wir das Projekt aus voller Überzeugung gefördert“, sagte Holger Wege aus Staatskanzlei als Vertreter der Metropolregion. Den Mitgliedern der Aktivregion gab er mit auf den Weg: „Machen Sie die Gegend noch attraktiver.“

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