Größte Bürgerstiftung im Land : „Auf einem sehr guten Weg“

Zufrieden mit der Entwicklung ihrer Stiftung: Uwe Sommer, Christa Zeuke und  Ernst-Jürgen Gehrke
Zufrieden mit der Entwicklung ihrer Stiftung: Uwe Sommer, Christa Zeuke und Ernst-Jürgen Gehrke

Die Bürger-Stiftung Stormarn blickt auf erfolgreiches Jahr zurück und verfügt nun über 2,4 Millionen Euro an Kapital.

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17. März 2014, 12:52 Uhr

Sichtlich zufrieden blättert die Vorsitzende der Bürgerstiftung Stormarn, die ehemalige Kreispräsidentin Christa Zeuke, durch die Unterlagen zur Jahresbilanz 2013. „Es war ein gutes Stiftungsjahr“, fasst sie mit einem gewissen Stolz das Gelesene zusammen. Die Vorstandsmitglieder Uwe Sommer, Ernst Jürgen Gehrke sowie Geschäftsführer Jörg Schumacher nicken. Zufriedenheit und Optimismus macht sich breit.

Das Stiftungskapital ist von 100 000 Euro bei Gründung (2007) auf mittlerweile fast 2,4 Millionen Euro angewachsen. „Wenn ich das betrachte, muss ich sagen, dass wir uns toll entwickelt haben“, sagt Zeuke. Und Schumacher stimmt ein. „Wer hätte das zu Beginn gedacht. Das Konzept mit einer Dachstiftung unter der sich verschiedenste Stiftungsfonds versammeln können, funktioniert aber halt“, sagt er. Mit 35 Fonds unter ihrem Dach ist die Bürger-Stiftung Stormarn die größte im Land. Aus einem Erbe wird ihr Kapital bald noch eine deutliche Steigerung erfahren. „Da ist finanziell ein großer Schub zu erwarten“, erklärt Schumacher.

Ausgekehrt werden die Erträge für unterschiedlichste Zwecke, denen sich die jeweiligen Fonds verschrieben haben. „Wir haben 2013 insgesamt 55 00 Euro für Zuwendungen ausgeschüttet“, berichtet Zeuke. Zu den Empfängern zählte unter anderem die Kinderstadt Stormini. „Dieses Planspiel liegt uns allen wirklich besonders am Herzen. Ich denke wir können versprechen, es auch in Zukunft immer zu unterstützen“, so Zeuke.

Auch der Feuerwehrkasper aus Fassendorf und die Weihnachtsmärchen im Kleinen Theater Bargteheide durften sich über Zuwendungen freuen. „Wir sind sehr froh, dass es mit Kirsten Martensens Tochter Caro Dibbern nun dort so gut weitergeht. Man wusste ja erst nicht, was die Zukunft bringt“, sagt Zeuke.

Auch die Servicestelle „Internationale Jugendarbeit“ wurde erneut unterstützt. „Dort werden direkt Stellen im Ausland vermittelt oder auch für nicht-wohlhabende Jugendliche die Möglichkeit geschaffen, international Erfahrungen zu sammeln“, erklärt Sommer.

Besonders am Herzen liege der Stiftung auch das Engagement für „Stormarn kulturell stärken“. Leider gehe es dort manchmal ein wenig unter, dass die Bürgerstiftung zu den Hauptunterstützern zählt, so Schumacher: „Da werde ich mit der Kulturreferentin nochmal sprechen.“

Problematisch sei momentan die Zinssituation. Denn die Stiftungen leben ja von den Erträgen, die das Kapital für sie erwirtschafteten. „Wenn da nicht mal mehr eine zwei vor dem Komma steht, wird es schwieriger“, sorgt sich Schumacher. Ansonsten sind sich mit dem Blick auf die Bilanz alle einig, dass die Bürgerstiftung Stormarn sich weiterhin auf dem richtigen Weg befindet. Dieses Jahr will sie das bereits erhaltene Gütesiegel erneuern lassen.

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