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Kirche zu Klein Wesenberg : Auf der Hochzeitstreppe zum Altar

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Kirchenbauverein setzt sich mit seinen 30 Mitgliedern für die Sanierung der über 100 Jahre alten Klein Wesenberger Kirche ein. Hochzeitstreppe ist marode.

shz.de von
erstellt am 06.Mär.2015 | 13:27 Uhr

Seit drei Jahren setzt sich der Kirchenbauverein mit seinen 30 Mitgliedern für die Sanierung der über 100 Jahre alten Klein Wesenberger Kirche ein. Viel hat sich seit der Gründung getan, durch Benefizveranstaltungen kamen Spendengelder zusammen. Das Dach wurde für 320  000 Euro gedeckt. Holsteins Herz steuerte 81  000 Euro dazu bei.

Ein Kirchencafé wurde in Eigenregie eingerichtet, Strauchwerk rund um die Kirche entfernt. „Wir haben die kompletten Baurücklagen für die nächsten zehn Jahre verplant“, so der Pastor. Er rechnet mit Gesamtkosten von 500 000 Euro für die Komplettsanierung. Renovierungsarbeiten am Mauerwerk oder im Kircheninneren können erst erfolgen, wenn weitere Fördergelder und Spenden eingehen. Doch der Bauverein unter der Leitung von Klaus-Rainer Martin gibt nicht auf und zeigt jede Menge Engagement.

Der erste große Arbeitseinsatz des Bauvereins ist im Juni geplant. Es sollen Erdkabel für die Außenbeleuchtung verlegt werden. Für die Vorarbeiten sorgt das engagierte Team.

Der zweite Einsatz findet im Herbst statt. Sträucher und Büsche werden gepflanzt. Gespendet wurden sie von der Fielmann-Stiftung. „Da sind wir sehr froh über die Unterstützung“, bedankt sich Martin. Nach den Konfirmationen wird kräftig gebaggert und gegraben. Der Auftrag zur Sanierung der sogenannten „Hochzeitstreppe“, die zum Kircheneingang führt, ist bereits vergeben. „Früher ging das Brautpaar separat auf dieser Treppe zur Kirche. Die Gäste nahmen den Weg hintenherum“, erklärt Martin. Das soll bald wieder so sein. „Es ist die einzige Hochzeitstreppe in Schleswig-Holstein“, so Pastor Erhard Graf. Auch der Vorplatz soll gepflastert werden.

Damit sind die Arbeiten jedoch noch lange nicht beendet. „Die drei Buntglasfenster an der Südseite müssen dringend restauriert werden“, so der Bauvereinsvorsitzende. Danach könnten die Malerarbeiten im Kirchenschiff (25  000 Euro) und die Reinigung der Orgelpfeifen (15  000 Euro)beginnen. „Wir hoffen, dass wir die Kirchenfenster in diesem Jahr in Angriff nehmen können“, sagt er. Die Dankwardt-Stiftung werde sich an den Kosten beteiligen. Weitere Anfragen bei anderen Stiftungen ständen noch aus. Auch der Brandschutz müsse erneuert werden, damit die denkmalgeschützte Kirche nicht wie im Jahre 1884 durch einen Blitzschlag zerstört werde. Ganz zu schweigen von der Trockenlegung der Fundamente für mindestens 50  000 Euro. Spenden seien t willkommen. „Die Kirche ist nicht nur den Klein Wesenbergern wichtig. Sie ist der kulturelle Mittelpunkt unser gesamten Gemeinde“, so Pastor Erhard Graf.

 

 

>Der Kirchenbauverein setzt sich seit drei Jahren für die Sanierung der Klein Wesenberger Kirche ein. Ansprechpartner ist Klaus-Rainer Martin unter (04533) 46 96. Weitere Infos unter www.kirche-hamberge.de

 

 

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