Auch Verlierer können gewinnen

Mehr Ausschusssitze für die "Kleinen": Nicht nur die Grünen, auch die FPD profitiert von der neuen Zählweise

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29. Mai 2013, 03:59 Uhr

Ahrensburg | Die neue Ahrensburger Stadtvertretung hat mit 31 Mandatsträgern Sollstärke. Weil die CDU elf und damit genau so viele Sitze direkt gewann, wie ihr prozentual zustehen, sind Ausgleichsmandate überflüssig. Nominell ist die CDU-Fraktion nur einen Kopf kleiner, allerdings hatte man vorher schon Steffen Rotermundt verloren, der ausgetreten war. Mit elf Stadtverordneten bleibt die CDU die stärkste Fraktion. SPD (acht Sitze), Grüne (sechs) und FDP (zwei) stellen so viele Stadtverordnete wie zuvor, die WAB (vier) hat einen Sitz verloren. Damit ist auch klar, dass Roland Wilde Bürgervorsteher bleiben kann. Sein erster Stellvertreter ist aber nicht mehr dabei: Rolf Griesenberg (SPD) hat seinen Wahlkreis gegen Jörg Hansen von den Grünen verloren. Und weil Ausschüsse und Posten 2013 anders berechnet werden als 2008, steht den Grünen auch der Posten des zweiten stellvertretenden Bürgervorstehers zu, der bislang der CDU "gehörte".

Weil die neue Rechnungsart die kleinen Fraktionen bevorzugt, verliert die CDU auch viele Ausschusssitze. In den Neuner-Ausschüssen hatten die Christdemokraten bislang vier Sitze, künftig werden es nur noch drei sein. Die Grünen werden dort dafür mit zwei Leuten vertreten sein. Der neunte Sitz fällt an die FDP, die damit trotz schlechteren Wahlergebnisses erstmals wieder mit einem regulären Mitglied in den Gremien vertreten ist. Bei den Siebener-Ausschüssen ändert sich nichts: Die CDU hat dort drei, die SPD 2, Grüne und WAB je einen Sitz.

Für die Christdemokraten sitzen Carola Behr, Doris Brandt, Christian Conring, Anna Hengstler, Ernst-Jürgen Hoffmann, Tobias Koch, Detlef Levenhagen, Susanne Philipp-Richter, Matthias Stern, Olaf Waskow und Roland Wilde in der neuen Stadtverordnetenversammlung. Für die SPD holten Doris Unger, Jürgen Eckert, Achim Reuber und Ortsvorsitzender Jochen Proske ihren Wahlkreis direkt. Über die Liste ziehen Hartmut Möller, Rafael Haase, Bela Randschau und Marleen Möller ins Parlament ein.

Für die Grünen werden dort Claas-Christian Dähnhardt, Jörg Hansen (Direktmandat) sowie Dirk Langbehn, Monja Löwer, Christian Schmidt und Christian Schubbert-von Hobe Politik machen. Für die WAB hatte Karen Schmick 2008 ihr Mandat direkt gewonnen. Das ist dieses Mal nicht gelungen. Sie gehört aber ebenso wie Hinrich Schmick, Peter Egan und Dustin Holzmann der Stadtvertretung an. Bei der FDP ändert sich personell nichts: Thomas Bellizzi und Michael Stukenberg können weitermachen.

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