Auch Todendorf verlässt den Schulverband

 Die stellv. Bürgermeisterin Bettina Spechtmeyer-Högel, Bürgermeister Hans-Joachim Dwenger und Protokollant Matthias Pump (v.l.) in der Gemeindevertretung.
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Die stellv. Bürgermeisterin Bettina Spechtmeyer-Högel, Bürgermeister Hans-Joachim Dwenger und Protokollant Matthias Pump (v.l.) in der Gemeindevertretung.

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18. Dezember 2015, 00:32 Uhr

Nach Ammersbek hat jetzt auch Todendorf beschlossen, die Mitgliedschaft im Schulverband Bargteheide-Land zum Ende kommenden Jahres zu kündigen. Das Votum der Gemeindevertretung fiel einstimmig aus. Todendorf reagiert damit auf eine geplante Satzungsänderung, nach für das Stimmrecht im Verband ein Betrag von 13  000 Euro fällig werden sollte. Dafür gab es zwar nicht die nötige Zweidrittel-Mehrheit, man befürchtet aber, dass der Schulverband einen neuen Anlauf für die Satzungsänderung unternehmen wird.

„Nur ein Kind aus der Gemeinde besucht die Grundschule in Bargteheide“, sagte Bürgermeister Hans-Joachim Dwenger, „alle anderen gehen zur Grundschule in Mollhagen.“ Er erwartet jetzt eine Auseinandersetzung über die Aufteilung des Vermögens im Verband.

In Bargteheide entsteht ein Zentrum für Deutsch als Zweitsprache (DaZ). Zunächst werden zwei Klassen als Außenstelle von Bad Oldesloe eingerichtet, je eine für die Sekundarstufen 1 und 2. Im Sommer sollen zwei weitere Klassen hinzukommen und Bargteheide ein eigenständiges Zentrum werden. Das betrifft auch Flüchtlingskinder, die in Todendorf wohnen. „Für sie werden wir die regulären Schulkostenbeiträge entrichten müssen“, so die stellvertretende Bürgermeisterin, Bettina Spechtmeyer-Högel.

Gute Nachricht: Todendorf kann einen ausgeglichenen Haushalt ohne Kreditaufnahme vorlegen. Auch die Steuern werden nicht erhöht. Der Verwaltungshaushalt in Höhe von zwei Millionen Euro kann aber nur durch 130  000 Euro aus dem Vermögenshaushalt ausgeglichen werden. Letzterer beläuft sich auf 2,3 Millionen,

Im Etat für das kommende Jahr sind 100 000 Euro Planungskosten für ein neues Feuerwehrgerätehaus eingestellt. Allerdings gibt es eine Verpflichtungsermächtigung von einer Million, falls schon 2016 gebaut wird. „Dann müssten wir einen Kredit aufnehmen“, so Dwenger. Außerdem plant die Gemeinde ein Mehrfamilienhaus. Die Baukosten von 400 000 Euro sollen durch eine Vermietung ans Amt finanziert werden.

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