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Abschied : Auch Spitzer räumt Trainerstuhl vorzeitig

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Coach des Fußball-Kreisligisten WSV Tangstedt hört am Saisonende auf. Gründe des 48-Jährigen können die überraschten Vereinsverantwortlichen nicht nachvollziehen.

Auf dem Trainerposten des WSV Tangstedt will einfach keine Konstanz aufkommen. Gerade ein Jahr im Amt, verkündete Frank Spitzer nun sein Aus zum Saisonende beim Stormarner Fußball-Kreisligisten. „Das hat interne Gründe. Der Verein weiß, warum ich mich zu diesem Schritt entschlossen habe. Es ist alles mit dem WSV abgesprochen, wir trennen uns einvernehmlich, wollen die Gründe nach außen aber nicht kommunizieren“, erklärte Spitzer auf Tageblatt-Nachfrage. Die Vorstellungen, die der Coach und die Vereinsführung für die Zukunft gehabt hätten, stünden zu weit auseinander, erklärte der 48-Jährige.

Dabei meinte Spitzer weniger die Zukunft auf dem Platz. „Da haben der Verein und ich die gleiche Vorstellung. Wir haben eine junge, spielstarke Truppe aufgebaut, die enormes Potenzial hat“, betonte Spitzer, der im Sommer 2014 nach dem Verbandsliga-Abstieg mit 15 vor allem jungen Neuzugängen und 14 Abgängen einen Umbruch eingeleitet hatte. Stattdessen sehe er die Probleme im Umfeld und in der Organisation des Vereins. „Dort deckt sich vieles nicht mit meinen Vorstellungen. Es war extrem ermüdend, in dem Bereich immer wieder kleinere Abnutzungsgefechte austragen zu müssen“, erklärte Spitzer, ohne sich zu sehr in die Karten schauen zu lassen.

Beim WSV schlug die Entscheidung des 48-Jährigen hohe Wellen. „Ich bin ein absoluter Spitzer-Fan, weil er den Verein immer würdig vertreten und eine super Ansprache hat. Aber ich bin total geschockt von der Entscheidung“, sagte WSV-Sprecher Günther Stoffers: „Es wäre schade, wenn unser mittelfristiges Ziel SH-Liga durch die Maßnahmen Frank Spitzers jetzt gefährdet wäre.“ Stoffers betonte, dass er die Entscheidung des Trainers nicht nachvollziehen könne. „Wir haben ihm im Umfeld eine Menge abgenommen und hochkarätige Spieler verpflichtet, um unsere Ziele erreichen zu können. Er hat eine große Bindung zu diesen Spielern, die wir geholt haben. Die Gefahr besteht natürlich, dass die ihrem Trainer im Sommer folgen, falls er eine andere Mannschaft trainiert“, warnt Stoffers vor einem Ausbluten des Teams, das er verhindern will. So steht bei der Suche nach einem Spitzer-Nachfolger der bisherige Co-Trainer Jens Blohm zunächst im Mittelpunkt. „Er ist fachlich hoch veranlagt. Er könnte das Amt übernehmen – wenn er Interesse daran hat.“

Bis dahin wird Spitzer die Geschicke an der Linie leiten. „Wir haben noch eine minimale Chance, den Aufstieg zu erreichen. Das wollen wir in Angriff nehmen“, betont der Coach.

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