Auftakt : Auch für den VfB Lübeck geht es endlich los

Stefan Richter (am Ball) und der VfB Lübeck empfangen zum Auftakt der neuen Saison heute den FC St. Pauli II an der Lohmühle.
Stefan Richter (am Ball) und der VfB Lübeck empfangen zum Auftakt der neuen Saison heute den FC St. Pauli II an der Lohmühle.

Mit etwas Verspätung beginnt heute nun auch für den VfB Lübeck die neue Saison in der Fußball-Regionalliga Nord. Zum Auftakt kommt der FC St. Pauli II an die Lohmühle.

shz.de von
29. Juli 2015, 07:30 Uhr

Die Konkurrenz hat am vergangenen Wochenende vorgelegt, während der VfB Lübeck zum Zuschauen verdammt war. Aus Sicherheitsgründen wurde das Auftaktspiel der Grün-Weißen in der Fußball-Regionalliga Nord gegen Hannover 96 II auf den 23. September verlegt. Die Lübecker kickten stattdessen im Landespokal (4:2 gegen Reher/Puls) und starten heute mit Verspätung in die Spielzeit 2015/16. An der Lohmühle trifft das Team von Trainer Denny Skwierczynski ab 19.30 Uhr auf den FC St. Pauli II.

Die zum Teil starken Auftritt in der Vorbereitung geben Anlass zur Hoffnung, dass der Siebte der Vorsaison einen guten Start erwischt. „Klar geht man durch die Siege im Landespokal mit einem guten Gefühl in das Liga-Rennen. Doch wir dürfen uns darauf nicht auszuruhen“, weiß Sven Theißen, dass es für den VfB wieder bei Null losgeht. Für den 26-Jährigen ein komisches Gefühl, nicht selbst auf dem Platz zu stehen. „Das ist ungewohnt, aber so gewollt“, erklärt der ehemalige Defensivspieler des VfB, der in der abgelaufenen Saison seine Schuhe an den Nagel hängte, um zukünftig im Hintergrund zu arbeiten. „Klar, es juckt in den Füßen – aber ich habe mich ja bewusst dazu entschieden, einen anderen Weg zu gehen und mich neuen Aufgaben zu widmen.“ Unter der Woche kümmert sich Theißen auf der Geschäftsstelle um das Marketing, an den Spieltagen um die Betreuung der Sponsoren, zudem koordiniert der 26-Jährige die Abläufe rund um den Spielbetrieb.

Für das erste Ligaspiel hofft Theißen auf zahlreiche und lautstarke Unterstützung der Fans – auch von denen, die zuletzt im Rahmen des Landespokalfinales gegen Holstein Kiel negativ durch Pyrotechnik aufgefallen waren. Zur Folge hatte dies die Sperrung des Fan-Blocks (G 6) auf der Haupttribüne und des damit einhergehenden Umzugs in den Block F hinter den „Pappeln“. „Der Verein hat entschieden, diese Maßnahme auch für das erste Heimspiel anzuwenden. Ich glaube aber nicht, dass es deshalb zu einem Fan-Boykott kommt. Die Mannschaft braucht die Unterstützung der Fans“, so Theißen, der im Hinblick auf den Nachwuchs der Kiezkicker von einer Standortbestimmung spricht. „Die Hamburger haben in der vergangenen Saison bei den beiden Unentschieden gegen uns gezeigt, wie spielstark sie sind.“ Doch Theißen traut seiner VfB-Elf einen guten Start zu. „Die Mannschaft ist gut drauf und wird alles dafür tun, um den Platz als Sieger zu verlassen.“

„Wir sind vorbereitet, auch wenn zuletzt noch nicht alles klappte. Ich freue mich auf die Begegnung vor einer hoffentlich tollen Kulisse“, sagt VfB-Abwehrspieler Dennis Wehrendt vor dem Duell mit den Kiezkickern, die am Sonntag mit 1:4 in Hildesheim verloren. „Wir sind gewarnt“, erklärte Linksverteidiger Henrik Sirmais. „St. Pauli II hat es uns schon letzte Saison schwer gemacht. Da man zudem nicht weiß, ob die von der Zweitligamannschaft Unterstützung erhalten, ist das eine Wundertüte. Wir müssen hochkonzentriert an die Sache rangehen, vor allem im Defensivverhalten wieder an die letzte Spielzeit anknüpfen und stabiler stehen.“

Auch Trainer Denny Skwierczynski nimmt die Aufgabe keineswegs leicht. „Wir haben im Pokal gesehen, dass wir uns noch steigern müssen, um gegen den FC St. Pauli II zu gewinnen. Fehler wie bei den Gegentreffern bei Reher/Puls dürfen nicht passieren, ansonsten könnten wir erhebliche Probleme bekommen.“

Der VfB muss in jedem Fall auf Stammtorhüter Jonas Toboll verzichten. Der 28-Jährige ist nach einer Roten Karte am Ende der Vorsaison noch für zwei Spiele gesperrt. Den Platz zwischen den Pfosten wird der junge Kennet Kostmann einnehmen. „Wir haben Vertrauen zu ihm“, betonte Skwierczynski, der ansonsten wohl seine stärkste Mannschaft aufbieten kann.  

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