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Stormarner Tageblatt

18. August 2017 | 14:51 Uhr

Asylunterkunft ausgebrannt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Lübeck: Die vier anwesenden Bewohner können sich rechtzeitig in Sicherheit bringen

Gegen 20.48 Uhr am Mittwoch meldeten mehrere Anwohner, dass im Luisenhof eine Unterkunft für Asylbewerber in Vollbrand steht. Die ersten Feuerwehrkräfte waren nach zwei Minuten vor Ort, sie konnten das Gebäude aber nicht mehr retten.

Der Flammenschein war bis zur Travemünder Allee zu sehen, dichter Qualm zog über den Lübecker Stadtteil Siems. Die Unterkunft, ein etwa 100 Quadratmeter großes Gebäude in Holzbauweise für bis zu zehn Personen, befindet sich direkt hinter dem Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Siems. Entsprechend schnell waren die ersten Kräfte vor Ort.

Die vier anwesenden Bewohner des Hauses hatten sich selbst ins Freie retten können. Sie wurden vorsorglich auf eine Rauchgasvergiftung untersucht. Vier weitere Personen waren nicht zu Hause. Nach Informationen der Gemeindediakonie werden vier der fünf Gebäude durch Asylbewerber bewohnt. Das fünfte Gebäude dient als Gemeinschaftsunterkunft. Zum Zeitpunkt des Brandes waren in den vier Gebäuden 31 Bewohner gemeldet.

Die Feuerwehr begann mit den Löscharbeiten, musste aber warten, bis das Dach durchgebrannt war, um alle Flammen zu ersticken. „Die Löscharbeiten wurden durch den starken Wind erschwert“, sagt Feuerwehrsprecher Matthias Schäfer. Das kleine Haus war nicht mehr zu retten. Ein Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude konnte verhindert werden.

Die Feuerwehr war mit rund 30 Einsatzkräften der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz. Außerdem wurden die Gerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehr Schlutup und Kücknitz vorsorglich besetzt, um den Brandschutz sicher zu stellen.

Für die acht Bewohner wurde noch in der Nacht eine neue Unterkunft gesucht. Das ist in Lübeck aktuell kein Problem. Am Mittwoch wurde die neue Flüchtlingsunterkunft an der Ostseestraße in Travemünde fertig. Sie bietet Platz für knapp 400 Bewohner.

Die Brandursache war am Abend noch unklar. Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Brandort wurde beschlagnahmt. Ermittlungen führt das Kommissariat 11 der Lübecker Kriminalinspektion. Nach ersten Erkenntnissen gehen die Ermittler am Tag danach davon aus, dass der Brand im Gebäudeinneren ausbrach und durch einen Bewohner verursacht wurde. Die genaue Brandursache steht noch nicht fest. Ob es sich hier um fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung handelt, müssen Ermittlungen zeigen.



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erstellt am 23.Feb.2017 | 09:32 Uhr

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