zur Navigation springen
Stormarner Tageblatt

23. Oktober 2017 | 22:51 Uhr

Schwächephase : Ary Trisnanto neben der Spur

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Indonesier von Badminton-Erstligist TSV Trittau läuft seiner Form hinterher. Das 2:4 gegen Bischmisheim stand ohnehin unter keinem guten Stern.

So konnte es nicht weiter gehen. Die bisherige Saisonbilanz ist enttäuschend: Nur zwei Siegen stehen mittlerweile zehn Niederlagen gegenüber. Ary Trisnanto ist neben der Spur – und den Indonesier von Badminton-Bundesligist TSV Trittau frustrieren seine Auftritte zunehmend selbst. Im Herreneinzel gegen Lukas Schmidt von Tabellenführer 1. BC Bischmisheim führte Trisnanto nach verlorenem ersten Durchgang (15:21) im zweiten Satz bereits mit 11:7, dann lief nicht mehr viel zusammen. Beim Stand von 13:17 brach sich der ganze Frust Bahn. Der 24-Jährige zertrümmerte seinen Schläger, kassierte die Gelbe Karte und gab die Partie mit 13:21 aus den Händen. Es war der Schlusspunkt der 2:4-Niederlage gegen die Saarbrücker.

„Er hat selbst gesagt, dass er leer im Kopf ist“, begründet Trittaus Teammanagerin Sabina Persson Trisnantos unglücklichen Auftritt: „Es ist momentan alles ein bisschen viel für ihn.“ Das Training, die Wettkämpfe und natürlich noch das fordernde dritte Jahr seiner Ausbildung zum Zahntechniker fordern ihren Tribut. „Deshalb haben wir ihm nach dem Spiel gegen Bischmisheim erstmal eine Woche Trainingspause verordnet, damit er wieder freier wird im Kopf“, sagt Persson.

Die Partie gegen Bischmisheim stand ohnehin unter keinem guten Stern. Die Finnin Nanna Vainio, eigentlich für das Dameneinzel eingeplant, verpasste in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) ihren Flug zurück von einer Turnierreise – weil sie am Flughafen eingeschlafen war. Für sie sprang kurzfristig Annekatrin Lillie aus der zweiten Mannschaft ein. Die aber konnte ihr Einzel gegen Bischmisheims bislang ungeschlagene Olga Konon aus gesundheitlichen Gründen nicht austragen und stand nur im Doppel auf dem Platz. Auch bei Nikolaj Persson streikte im Einzel gegen den ebenfalls bisher ungeschlagenen Dieter Domke der Körper: Beim Stand von 12:21 und 1:0 musste der Trittauer aufgrund von Rückenproblemen aufgeben.

Doch es gab auch Positives zu vermelden. Robin Tabeling scheint sein mentales Problem überwunden zu haben und quittierte seine beiden Erfolge im Herrendoppel und Mixed jeweils mit eindrucksvollen Freudeschreien. „Wir haben uns gut präsentiert und insgesamt gegen den Tabellenführer trotz der Voraussetzungen eine gute Leistung gezeigt“, lobte Sabina Persson. Gegen das Spitzenteam hatte ohnehin niemand mit einem Punkt gerechnet. Anders ist das im anstehenden Spiel gegen Anspach am 13. Dezember. Gegen den Tabellenletzten soll am letzten Hinrundenspieltag ein größeres Punktepolster aufgebaut werden. „Dann muss auch Ary Trisnanto sein Einzel gewinnen“, fordert Persson augenzwinkernd. Bis dahin dürfte er den Kopf wieder frei haben.

TSV Trittau – 1. BC Bischmisheim 2:4
HD: Nikolaj Persson/Robin Tabeling – Peter Käsbauer/Marvin Seidel 13:21, 21:15, 21:18; DD: Iris Tabeling/Annekatrin Lillie – Samantha Barning/Isabel Herttrich 4:21, 17:21; HE1: Nikolaj Persson – Dieter Domke 12:21, 1:21; DE: Annekatrin Lillie – Olga Konon 0:21, 0:21; GD: Robin Tabeling/Iris Tabeling – Marvin Seidel/Samantha Barning 13:21, 21:17, 21:19; HE2: Ary Trisnanto – Lukas Schmidt 15:21, 13:21; Sätze: 4:10; Spielpunkte: 172:279.
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen