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Stormarner Tageblatt

14. Dezember 2017 | 07:43 Uhr

Arbeitskreise könnten Fraktion entlasten

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 24.Sep.2014 | 17:45 Uhr

„Was ehrenamtliche Politiker jede Woche an Vorlagen bekommen, was sie durcharbeiten müssen – das geht so nicht mehr“, findet Wulf Henning Reichardt. Er weiß, wovon er redet, denn seine Frau ist Vorsitzende des Finanzausschusses. Und die Kritik des Oldesloer CDU-Vorsitzenden geht noch weiter: „Ich weiß von Wehrführern, die aufhören wollen, weil ihnen der ganze Papierkram zu viel wird. Die Belastung prasselt von der obersten Ebene runter.“

Daran wollen die Christdemokraten etwas ändern. Da ehrenamtliches Engagement für die Gesellschaft unverzichtbar ist, müsse es geschützt werden. Das will die CDU auf einer Veranstaltung mit Bundes- und Landtagsabgeordneten diskutieren, um ihnen die unbefriedigende Lage deutlich zu machen.

Partei und Fraktion hätten in der zurückliegenden Zeit viele Gespräche mit Vereinen und Institutionen vor Ort geführt. „Wir müssen als Volkspartei nicht auf Minderheiten schielen, sondern auf die Masse gucken“, lautet eine der Erfahrungen, die Wulf Henning Reichardt daraus mitgenommen hat. Und noch etwas: „Wir haben und den Luxus erlaubt, nicht auf die Mitglieder zu hören. Wir müssen die örtlichen Potenziale stärker ausschöpfen.“

Die CDU will jetzt Arbeitskreise bilden, die herausarbeiten sollen, was für Bad Oldesloe in den kommenden zehn Jahren wichtig wird. Die lokale Expertise der Mitglieder soll der Fraktion zu gute kommen und sie entlasten, weil Arbeit auf mehrere Schultern verteilt wird. Die politische Arbeit soll sich nach dem Wunsch der CDU aber auch parteiübergreifend ändern. Fraktionsvorsitzender Horst Möller: „Politik meint, sich einmischen zu müssen, wo Verwaltung lieber etwas mehr hätte machen sollen.“ Wulf Henning Reichardt will Kommunalpolitik eher als eine Art Aufsichtsrat verstanden wissen. Dabei dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass in geschätzten 95 Prozent sich die Politiker im Stadtrat einig seien. Horst Möller: „Die verbleibenden fünf Prozent sind dann sicher auch personenbezogen. Da will ich mich nicht ausnehmen.“

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