Trittau : AOK-Filiale soll bleiben

Heinz Schomann überreicht die Liste mit 1155 Unterschriften gegen den Weggang der AOK an Bürgermeister Oliver Mesch.
Heinz Schomann überreicht die Liste mit 1155 Unterschriften gegen den Weggang der AOK an Bürgermeister Oliver Mesch.

Viele ältere Bürger beteiligten sich an der Unterschriftenaktion gegen die Schließung in Trittau.

shz.de von
08. Oktober 2014, 06:15 Uhr

Zum Ende des Jahres plant die AOK die Schließung ihrer mit einer Person besetzten Filiale in der Kirchenstraße 32 in Trittau aus wirtschaftlichen Gründen. Viele ältere Bürger möchten das nicht hinnehmen und haben sich an einer Unterschriftenaktion von Heinz Schomann, auch Vermieter des Büros, beteiligt.

„Es geht nicht um mich“, betont Schomann, der die Listen in Geschäften und Apotheken ausgelegt hatte. „Viele Senioren sind behindert, kennen sich nicht mit dem Computer aus und haben niemanden, der sie mit dem Auto nach Ahrensburg fährt“, erklärt er. 1155 Unterschriften sind zusammen gekommen, die Schomann jetzt Bürgermeister Oliver Mesch überreichte. Der will sie mit einem eigenen Anschreiben an die AOK weiterleiten. „Wir bieten an, einmal im Monat im Bürgerhaus einen Raum an die AOK zu vermieten, um die persönliche Beratung fortzuführen“, so Mesch. Er sieht die Aufgabe des Büros als „eine Schwächung des ländlichen Raums“ an, denn in Ahrensburg und Bad Oldesloe würden ja weitere Büros unterhalten und durchaus der persönliche Kontakt auch im Zeitalter des Internets weiter gepflegt. „Bei der neuen Technik müssen alle mitgenommen werden“, meint der Bürgermeister.

In Trittau gibt es zirka 3000 Arbeitsplätze, zu 75 Prozent besetzt aus dem Umland. Das Angebot der AOK sei von den Bürgern geschätzt und in Anspruch genommen worden, so Mesch weiter.

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