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Stormarner Tageblatt

19. Oktober 2017 | 06:28 Uhr

Anziehende Ausstellung

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Stricksachen verschiedener Epochen sind jetzt im Stormarnschen Dorfmuseum zu sehen

von
erstellt am 06.Feb.2014 | 00:33 Uhr

Stricken ist „in“. Im Stormarnschen Dorfmuseum hat Marianne Zerbst, die sich dort ehrenamtlich um alles Textile kümmert, eine Ausstellung mit Stricksachen verschiedener Epochen zusammengestellt. Ich möchte zeigen, dass Stricken eine alte Kulturtechnik ist. Schon um das Jahr Null herum wurde gestrickt. Einer der älteste Funde in Norddeutschland, ein in Lübeck gefundeer Strumpf, stammt aus dem 15. Jahrhundert“, berichtet Marianne Zerbst.

Die Ausstellung „Stricken gestern und heute“ wird aus Leihgaben von Hoisdorfern und vom Bargteheider Museum bestückt. Eine Darstellung des Arbeitsablaufs vom Spinnrad zum fertigen Wollobjekt und ein Überblick über die eingesetzten Garne aus natürlicher Wolle und Kunstfasern ergänzen die Ausstellung.

Neben vielen Hobbystrickerinnen zeigt auch ein Profi seine Werke: Jutta Bücker aus Bargteheide fertigt Modelle für Wollhersteller und wird bei der Eröffnung der Ausstellung über ihr Handwerk berichten. Die Kleidungsstücke machen besonders deutlich, welche Vielfalt an phantasievollen Formen, Mustern und Farben man durch die Verarbeitung von Wolle erreichen kann.

Auffällig bunt ist ein Strickkleid aus den 1980ern. Die Frau, von der die Leihgabe stammt, hat auch ein Bild abgegeben hat, auf dem sie es trägt.

Zudem sind Pullis mit typisch norwegischen, irischen und alpenländischen Mustern zu sehen, die sich im Lauf der Jahrhunderte entwickelt haben und bis heute gestrickt werden. Auch Puppenzeug und Spielsachen sowie Strickbücher sowie Tischdecken aus den 30er Jahren werden gezeigt, bei den das Abzählen der Maschen erforderlich war.

„Die Muster haben sich kaum verändert, aber die Techniken“, weiß Zerbst. So ist gerade die „Lace-Technik“ mit besonders feinen Garnen gefragt. Aber auch schon früher wurde nicht nur mit Schafswolle gehandarbeitet: Auch Kamelhaar, Baumwolle, Angora und Seide wurden verwendet.

Die Sonderausstellung wird am Samstag um 14.30 Uhr im Sprenger Weg 1 eröffnet und ist bis Dienstag, 11. März, zu sehen. Das Stormarnsche Dorfmuseum ist dienstags von 9 bis12 sowie sonnabends von 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet.

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