Antrag akzeptiert: St. Adolf-Stift zahlt höhere Gehälter

Andreas Hein, Lothar Obst.
Andreas Hein, Lothar Obst.

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04. März 2014, 13:48 Uhr

Ende Januar hatten sich Geschäftsführung und Mitarbeitervertretung des St. Adolf-Stifts geeinigt, höhere Gehälter zu zahlen. Damit bewegte man sich aber außerhalb des Rahmens für kirchliche Tarifverhandlungen. Mittlerweile hat das Erzbistum Hamburg die Sonder-Erhöhung der Einkommen im St. Adolf-Stift anerkannt. Damit steigen die Löhne und Gehälter aller Krankenhaus-Mitarbeiter bis zur Jahresmitte um bis zu 6,42 Prozent. „Wir freuen uns, dass die Regionalkommission Ost den Antrag von Geschäftsführung und Mitarbeitervertretung unseres Hauses genehmigt hat“, heißt es im Schreiben von Geschäftsführer Lothar Obst und Mitarbeitervertreter Andreas Hein.

In der Region Ost konnte lange keine Einigung über einen neuen Tarif erzielt werden konnte. Ein kurz vor Weihnachten getroffener Kompromiss war auf breite Ablehnung gestoßen, da besonders niedrige Einkommen leer ausgehen sollten. Das sei für Arbeitnehmer und Arbeitgeberseite im Krankenhaus Reinbek nicht akzeptabel gewesen, so Obst und Hein. Man habe deshalb beantragt, vom „sehr einschränkenden Tarifabschluss für die katholischen Einrichtungen“ abzuweichen und quasi den Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes zu übernehmen. Um ihn anzuwenden sei die Zustimmung der Kommissionen „zwingend notwendig“ gewesen.

„Damit unterscheiden wir uns deutlich von allen anderen Caritas-Einrichtungen der Regionalkommission Ost. Die Mitarbeiterschaft wird einheitlich gerecht behandelt und nimmt an den Gehaltssteigerungen teil. Genau dies war der Wille von Mitarbeitervertretung und Geschäftsführung des Hauses“, so Lothar Obst und Andreas Hein. Den „guten Lohn für gute Arbeit“ zahlt das St. Adolf Stift, weil man anders als in ostdeutschen Bistümern in direkter Konkurrenz um medizinisches und pflegerisches Personal zu Einrichtungen in Hamburg stehe, die höhere Tariflöhne zahlen. Für die Ärzteschaft steigen die Gehälter rückwirkend zum 1. Januar um 2,9 Prozent und zum 1. April um weitere 2,6 Prozent. Erhöht werden auch Vergütungen für Azubis und das Urlaubsgeld.

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