Trittau und Brunsbek : Ansturm auf Neujahrsempfänge

Die Bürger standen Schlange: Trittaus Bürgermeister Oliver Mesch schüttelte viele Hände und betonte in seiner Rede, dass „die Firmen ein wichtiger Motor sind, der Trittau am Leben hält.“
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Die Bürger standen Schlange: Trittaus Bürgermeister Oliver Mesch schüttelte viele Hände und betonte in seiner Rede, dass „die Firmen ein wichtiger Motor sind, der Trittau am Leben hält.“

Die Besucher strömten nur so: Trittau und Brunsbek blickten zurück und nach vorn / Dank an die Bürger für ihre Geduld.

shz.de von
05. Januar 2015, 06:00 Uhr

„Es werden jedes Jahr mehr, ganz im Gegensatz zu Hamburg“, freute sich Bürgermeister Oliver Mesch. Er betonte, dass der Empfang ausdrücklich für alle Bürger gedacht ist, nicht nur für Funktionsträger. Er blickte auf ein Jahr mit vielen Bautätigkeiten zurück und bedankte sich bei den Bürgern für ihre Geduld.

Auch in diesem Jahr geht es weiter: Die Straße zwischen Grönwohld und Trittau soll bis zur Otto-Hahn-Straße ausgebaut werden, ebenso der Mühlenweg. Zudem werden alle Gemeindestraßen überprüft und danach eine Prioritätenliste erstellt. Auch neue Wohnungen werden gebaut: 250 Wohneinheiten sind zwischen Russmeyer und Diskothek geplant, einige planerische Hürden müssen aber noch überwunden werden. Zudem soll das Bahnhofsgelände Platz für 50 Wohneinheiten bieten.

Auch über die Erweiterung des Gewerbegebiets hinter dem Technologiepark an der Großenseer Straße wird nachgedacht. „43 Prozent der Einnahmen der Gemeinde kommen aus der Gewerbesteuer. Die Firmen sind ein wichtiger Motor, der Trittau am Leben hält“, so Mesch.

Auch das Konfliktthema Nummer 1, die Bebauung des Schützenplatzes und/oder des Meiereigeländes durch die Firma Bartels-Langness und Günther Süllau/Edeka, erwähnte Mesch: Er appellierte an alle Beteiligten: „Streiten sie sachlich, in der Sache hart, aber fair im Ton. Das Thema bewegt das ganze Dorf, darf es aber nicht spalten.“ Als Lehre solle man daraus ziehen, künftig für große Vorhaben einen breiten Konsens herzustellen. Neue Köpfe, allen voran er selbst, aber auch die Leitungen der Volkshochschule und der Bücherei habe es gegeben und das ewige Sorgenkind bleibt das sanierungsbedürftige Freibad. Mesch dankte allen Bürgern, die sich ehrenamtlich engagieren, Denkanstöße geben und damit Trittau zu einer liebens- und lebenswerten Gemeinde machen.

Den musikalischen Rahmen bot Musiklehrer Friedhelm Reymann vom Gymnasium Trittau, der mit einigen Schülern für frische Töne sorgte, darunter ein beachtliches Gesangstalent.

Nach dem offiziellen Teil stärkten sich Gäste und Gastgeber bei Kartoffelsalat und Würstchen und nutzten die Gelegenheit für Gespräche.

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Auch in Brunsbek war die Halle im Dorfgemeinschaftshaus gut gefüllt. Seit über zehn Jahren gibt es in dem kleinen Ort den Empfang, unter anderem, um Ehrenamtler zu würdigen. In diesem Jahr wurden Knut Martens, Inhaber der Firma Spengler und Dachstein, sowie Markus Haas und Peter Rakowski, Inhaber der Firma Krankentransporte, mit den Ehrengaben der Gemeinde, Armbanduhren und Urkunden, ausgezeichnet. Haas und Rakowoski haben der Feuerwehr Brunsbek einen Mannschaftstransportwagen gespendet. Die Wehr Kronshorst hat für den Wagen in Eigenleistung eine Fahrzeughalle gebaut, für die Martens zwei Tore inklusive Einbau spendete.

Bürgermeister Olaf Beber sprach die Themen an, die den Ort beschäftigen: Der Ausbau des Breitbandkabels fehlt noch in Papendorf, das in diesem Jahr angeschlossen wird. Neuer Wohnraum ist in Kronshorst geplant. Auch in Papendorf soll ein Baugebiet realisiert werden. Die neuen Gebühren für die Oberflächenentwässerung waren ebenfallls ein Thema. Aus rechtlichen Gründen müssen jetzt Nutzungsgebühren erhoben werden. Die Datenerhebung wurde auf den Abwasserverband Siek übertragen. Wegen des Finanzausgleichsgesetzes muss Brunsbek höhere Umlagen entrichten. Daher wurde die Grundsteuer auf 310 Prozent und die Gewerbesteuer auf 325 Prozent erhöht.

Ein weiteres Thema ist die Sanierung oder der Neubau der Grundschule Stapelfeld. Mit Braak und Stapelfeld bilde Brunsbek einen Schulverband. Derzeit werden verlässliche Zahlen ermittelt, um eine fundierte Entscheidung zu treffen. In Brunsbek sorgte die Feuerwehrkapelle unter Stabführung von Hans-Joachim Winkelmann für den musikalischen Rahmen.









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