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Ahrensburg/bad Oldesloe : Ansturm auf die Innenstädte

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Verkaufsoffener Sonntag in Ahrensburg und Bad Oldesloe lief gut: Grünkohl, Rollstühle, aber auch Randale.

shz.de von
erstellt am 02.Nov.2015 | 06:00 Uhr

Bei herrlichem Herbstwetter fanden gestern verkaufsoffene Sonntage in Ahrensburg und Bad Oldesloe statt. Das jeweilige Motto hätte nicht unterschiedlicher sein können. In Bad Oldesloe lockte zum 14. Mal das „Grünkohlfest“ auf dem Marktplatz. Hotelier und Restaurantbesitzer Rainer Hinz hatte wieder sein Revier im Festzelt bezogen und die Oldesloer kamen in Scharen. Zeitweise musste man bis zu einer halben Stunde weit vor dem Zelteingang anstehen, bis man seine Portion Grünkohl erobern konnte – obwohl Hinz und sein Personal auf Hochtouren arbeiteten.

„Es ist stressig, aber positiv stressig“, so Hinz. Er freue sich, dass die Rückmeldungen der Gäste erneut sehr gut seien und dass sich die Veranstaltung etabliert hat. „Mittlerweile mache ich ein wenig Gewinn. Aber das war lange Jahre nicht so. Es geht mir auch darum, etwas für die Innenstadt zu machen.“

Mit Blick auf die noch unklare Frage, wer in Zukunft die verkaufsoffenen Sonntage organisieren wird, legt Hinz sich bereits fest, dass er gerne auch 2016 zum Grünkohlessen laden würde. „Ich möchte mich an dieser Stelle für die gute Zusammenarbeit und die finanzielle Unterstützung durch die Stadt in diesem Jahr bedanken“, so Hinz. Direkt neben dem „Grünkohlzelt“ konnte man sich in Kostümen des Vereins „Bad Oldesloe macht Theater“ ablichten lassen. Der Erlös wurde an den Hospizverein „Lebensweg“ gespendet.

Gründlich verdorben wurde der verkaufsoffene Sonntag hingegen den Vertretern des Marketing-Vereins „Wir für Bad Oldesloe“. Das Herzstück ihrer aktuellen Imagekampagne – eine XXL-Einkaufstüte – war in der Nacht von Randalieren schwer beschädigt worden. Dabei wurde das Logo der Firma August Ernst herausgeschnitten, drei weitere aufgeschlitzt und das Gestänge demoliert.

„Wir gehen von einem Streich in der Halloweennacht aus. Aber lustig ist das nicht. Es ist eine Straftat, weshalb wir auch Anzeige erstattet haben“, so Nicole Brandstetter von „Wir“. Natürlich macht uns das traurig und wütend. Es ist einfach sehr enttäuschend“. Der Schaden betrage mindestens 1000 Euro. Zeugenhinweise nimmt die Polizei unter (04531) 5010 entgegen.

In Ahrensburg begab sich Bürgermeister Michael Sarach gemeinsam mit Vertretern des Stadtforums, Menschen mit körperlichen Handicaps und der Planungsbüros „Raum + Prozess“ und „Hunck + Lorenz Freiraumplanung“ auf einen besonderen Spaziergang. Zusammen wurde die Barriere(un)freiheit der Innenstadt erforscht. Sarach: „Es bietet sich ein neuer Blick, wenn man mit Betroffenen spricht. Das war eine sinnvolle Idee.“

„Es ist eine gelungene Kooperation zwischen Stadtforum und Stadt“, fand auch Forumssprecherin Antje Karstens. Viele Ahrensburger kamen mit konkreten Anliegen an die Stände der Planungsbüros auf dem Rondeel. In der Großen Straße standen derweil die Kinder mit einer extra für sie eingerichteten Spielemeile im Mittelpunkt. Auch hier war die Resonanz sehr gut.  


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