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Stormarner Tageblatt

26. September 2017 | 09:28 Uhr

Bad Oldesloe : Ansturm auf Bewerberrunde

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Bei der Bürgermeisterkandidaten-Vorstellung musste die Oldesloer Festhalle wegen Überfüllung geschlossen werden.

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erstellt am 14.Mai.2016 | 08:00 Uhr

Was für ein Andrang: Schon eine halbe Stunde vor Beginn der großen Bürgermeisterkandidaten-Fragerunde war die Festhalle gut gefüllt, eine Viertelstunde später war sie voll, kurz darauf zog Bürgermeister Tassilo von Bary die Reißleine: „Aus Brandschutzgründen müssen wir die Halle jetzt schließen.“ Rund 150 Oldesloer, die pünktlich gekommen waren, durften nicht mehr rein, mussten unverrichteter Dinge wieder abziehen. Für sie wird es am Dienstag, 24. Mai, um 19 Uhr in der Festhalle einen Ersatztermin geben.

Als Moderator für den Abend war Carsten Kock von RSH verpflichtet worden. Fröhlich, aber trotzdem souverän und gut vorbereitet führte er durch das „Programm“. Den Auftakt machte jeweils eine „Psychofrage“: Was wären Sie, wenn Sie ein Auto/Tier/Werkzeug/Instrument wären? Okay, weiter zum nächsten Punkt. Jeder Kandidat bekam sieben Minuten Zeit für eine Selbstdarstellung.

Werdegang und Vorstellungen vom Bürgermeisteramt. Das Spektrum reicht vom 40- bis zum 58-Jährigen, von zwei bis vier Kindern. Dass die Männer alle Polizisten sind, dürfte sich rumgesprochen haben. Interessanter sind das schon die unterschiedlichen Sichtweisen auf das Bürgermeister-Amt. Jörg Feldmann (CDU) will ein „Verwaltungsleiter mit politischem Anstrich“ sein. Eine Verwaltung mit 220 Mitarbeitern müsse professionell geführt werden. Das dürfe man nicht dem Zufall überlassen. Mit seiner Polizeikarriere vom Streifen- über Höheren Dienst bis zum Leiter der Hamburger Polizei-Uni macht er deutlich, dass er der benötigte Profi ist. Der parteilose Sebastian Schulz machte es kurz: „Ich bin Realist. Das Amt bietet nur begrenzte Möglichkeiten.“ Keine Versprechungen nur so viel: „Ich bin frei in meiner Meinung.“ Jörg Lembke (parteilos) spulte flott ein komplettes Wahlprogramm runter: Marktplatz überarbeiten, eine Stunde kostenlos parken, Wohnraum und Kitaplätze schaffen, offen für Gewerbeansiedlung und trotzdem sparsam sein.

Maria Herrmann stellte ihren ehrenamtlichen Werdegang in den Mittelpunkt. Vom Elternverein für Kindergartenplätze über die Redder-Retter-Initiative führte der in die Politik mit Fraktions- und Bauausschussvorsitz. „Die Stadt zu gestalten ist eine Herausforderung findet sie. Das Spitzenamt sei „nicht optimal besetzt“, als Bürgermeisterin wolle sie mit mehr Fantasie und Engagement voran gehen, Grenzen und Spartendenken aufweichen.

Im zweiten Block wurden die Kandidaten zu verschiedenen Themenbereichen befragt. Wer das als jeweils vierter Antworten musste hatte es schwer, noch etwas interessantes zu sagen – die Unterschiede traten nur sehr sporadisch zu Tage. So kritisierte Jörg Lembke, dass es ein Fehler sei, den neuen Kunstrasen auf dem Exer nicht einzuzäunen. Der VfL müsse vor jedem Training Scherben und benutzte Kondome entsorgen. „So kann man mit Steuergeldern nicht umgehen.“ Maria Herrmann lobte hingegen die Offenheit und die Tatsache, dass der Platz ständig von Jugendlichen genutzt werde. Sebastian Schulz möchte einen Kommunale Ordnungsdienst in der Stadt einführen, der gegen Radfahrer in der Fußgängerzone genau so wie gegen Hundehalter, die sich nicht an die Gesetze halten, vorgehen könne. Finanziell würden die sich durch Knöllchen sogar selber tragen. Jörg Feldmann lehnte das kategorisch ab, da manche Probleme ohnehin nur temporär seien. Für Integration sind sie alle und für die Innenstadt will auch jeder was tun.

Für den Wiederholungstermin am Dienstag, 24. Mai , kündigt Carsten Kock an, das Grundgerüst des Abends und etwa 70 Prozent der Fragen zu belassen. „30 Prozent werde ich noch was anspitzen“, verspricht der Moderator. Eventuell würden die Themenkomplexe Natur und Kultur noch zusätzlich angesprochen.

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