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Oldesloer Initiative : „Anschwung für frühe Chancen“ ist Programm

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Stormarns Kreisstadt möchte Kindern von klein auf eine gute Bildung, Betreuung und Erziehung ermöglichen.

shz.de von
erstellt am 24.Aug.2013 | 00:31 Uhr

Stormarns Kreisstadt möchte Kindern von klein auf eine gute Bildung, Betreuung und Erziehung ermöglichen und hat sich dem Programm „Anschwung für frühe Chancen“ angeschlossen. „Im November 2011 hatten wir eine Zukunftskonferenz, und dann ging’s los“, sagt Karin Heinzen, Leiterin des Bereichs Kinder und Jugend.

Die Oldesloer Initiative gehört zu den ersten von mittlerweile 16 Netzwerken in Schleswig-Holstein, die Anschwung für frühkindliche Förderung nutzen. Partner sind: Familienzentrum Oase, Kita Möhlenbecker Weg, Ev. Familienbildungsstätte, Kitas Ehmkenberg/Luftballon, Klaus-Groth-Grundschule.

Die Oase kümmert sich um Elternbegleiter. Um mit Eltern ins Gespräch zu kommen, trifft Vorstandsfrau Wiebke Finck Familien z. B. auf dem Spielplatz. „Nur ansprechbar zu sein, genügt uns nicht. Wir gehen auf die Eltern zu. Wir machen es einfach, und es ist erfolgreich“, sagt Wiebke Finck.

Und das alles quasi ehrenamtlich, wie Andrea Kefrig-Blase sagt: „Eine Stelle oder Stellenanteile gibt es dafür nicht. Aber es ist erfolgreich, also machen wir es trotzdem.“ In einem weiteren Projekt entwickeln die DRK-Kita Möhlenbecker Weg und die Ev. Familienbildungsstätte das Konzept für die Weiterentwicklung von Kitas zu Familienzentren. „Eltern laufen mit verschiedensten Problemen bei uns auf, weil sie uns kennen. Also muss der Weg auch von hier aus weitergehen“, sagt Kita-Leiter Jens Reimann. „Die vielfältigen Angebote kommen zu den Familien“, fasst es Ulrike Häusler von der Ev. Familienbildungsstätte den Ansatz kurz zusammen. So einfach ist es aber nicht, weil die Vorschriften im Kitagesetz dagegen stehen und es auch keine finanziellen Mittel gibt.

„Hand in Hand im Übergang“ ist ein Projekt, das Kindern den Eintritt ins Schulleben erleichtern soll und von der städtischen Schulsozialarbeiterin Yvonne Treptow koordiniert wird. Kinder aus den Kitas Luftballon und Ehmkenberg besuchen dabei ein halbes Jahr täglich die Klaus-Groth-Schule, um gemeinsam zu lernen, Schulalltag und Lehrkräfte kennenzulernen. Begleitend finden Elterngespräche und -beratungen statt.

„Mit der verpflichtenden Einschulung mit sechs Jahren wächst die Verantwortung, allen Kindern einen guten Schulstart zu ermöglichen. Das Vorhaben sollte als Modellprojekt auf andere Schulen und Kitas übertragen werden“, zeigte sich der CDU-Bundestagabgeordnete Gero Storjohann beeindruckt. In der Oase hatte er sich über Anschwung informiert und sah auch den Bedarf. Finanzielle Förderung konnte und wollte er aber nicht versprechen – kurz vor der Bundestagswahl.

 

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