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Kundenbefragung : Anruf-Sammeltaxi Bargteheide ist beliebt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Erstmals in den fast 13 Jahren hat es jetzt eine Kundenbefragung im Auftrag des Kreises und in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Verkehrsverbund (HVV) und der Autokraft gegeben.

Das Anruf-Sammeltaxi (AST) Bargteheide verbindet seit 2001 Stadt und Umland. Erstmals in den fast 13 Jahren hat es jetzt eine Kundenbefragung im Auftrag des Kreises und in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Verkehrsverbund (HVV) und der Autokraft gegeben. An 100 Fahrgäste wurden Fragebögen verteilt.

„Die Ergebnisse sind positiv zu bewerten. Die Kundenzufriedenheit mit dem Anruf-Sammeltaxi ist durchweg sehr gut“, so Björn Schönefeld aus der Kreisverwaltung. 97 von 100 der Befragten sind „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“ mit Fahrpreis, Fahrplan, den Aushängen und dem Angebot. Schönefeld: „Als Schulnote entspräche das 1,5. Imageanalysen im HVV-Busbereich erreichen Werte zwischen 2 und 3.“

Die stärkste Nachfrage für das Bargteheider AST kommt aus der Gemeinde Bargfeld-Stegen. Fast zwei Drittel der pro Monat 1300 Fahrgäste nutzt diese Verbindung. Das liegt am Heinrich-Sengelmann-Krankenhaus. Viele Patienten haben einen Schwerbehindertenausweis und können das AS-Taxis kostenlos nutzen.

Häufigster Start- und Zielpunkt im AST-Verkehr Bargteheide ist der Bahnhof. Das ist wenig verwunderlich, da die Fahrpläne auf die Anschlüsse mit der R 10 von und nach Hamburg ausgerichtet sind. Mehr als jede zweite Fahrt endet am Bargteheider Bahnhof. Bei den Abfahrten sind es „nur“ 38 Prozent. Bargfeld-Stegen kommt auf 36 Prozent.

Mit dem AS-Taxi fahren alle Alters- und Nutzergruppen. „Die Verteilung von jung bis alt ist sehr ausgeglichen, und die Nutzer sind Auszubildende ebenso wie Berufstätige und Rentner“, so Schönefeld. Die steigen vor allem für Freizeitaktivitäten (25 Prozent) ins AS-Taxi, weil sie auf die Bahn umsteigen (22 Prozent) oder zur Arbeits- oder Ausbildungsstätte fahren wollen (20 Prozent).

Verbesserungswünsche hatten knapp der Hälfte der Befragten. An erster Stelle steht eindeutig eine AST-Ausweitung auf das Wochenende. Derzeit endet der Fahrplan samstags gegen 16 Uhr. „Es besteht der Wunsch, bis 22 Uhr zu fahren und zusätzliche am Sonntag zu fahren“, so Schönefeld. Finanziell dürfte das seiner Einschätzung nach nicht allzuviel ausmachen, schwieriger dürfte es sein, für diese Zeiten ein Taxiunternehmen zu finden.

170 000 Euro mussten Kreis und Gemeinden im vergangenen Jahren für das AST Bargteheide übernehmen, 2012 waren es sogar 185 000 Euro. Zurzeit werden die Gemeinden und Ortsteile Bargfeld-Stegen, Fischbek, Hammoor, Jersbek, Lasbek, Nienwohld, Tremsbüttel, Sattenfelde und Wiemerskamp angefahren.

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember kommen die Gemeinden Todendorf sowie Steinburg mit seinen Ortsteilen Eichede, Mollhagen, Sprenge und hinzu. „Das dürfte nach unseren Erfahrungen noch mal rund 40 000 Euro ausmachen“, sagt Schönefeld.

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