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Der 100. Geburtstag : Anita Wendtland (100) backt ihren Festtagskuchen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Bienenstich und Apfelkuchen beim Empfang im Sportlerheim des SV Siek und die Töchter Marga (77) und Hella (79) sind mit dabei.

„Das ich das noch erleben darf“, sagt Anita Wendtland und schmunzelt. Vor 100 Jahren am 4. Auguist 1915, kam sie in Meilsdorf zur Welt. „Im Uhlenbusch – Die Straße gibt es auch heute noch“, sagt Anita Wendtland, die bis heute in Siek lebt. Ihre Eltern hat sie früh verloren. Als sie neun Jahre alt war, starb ihre Mutter, eine Schneidermeisterin. Sechs Jahre später musste sie Abschied von ihrem Vater nehmen, die Schuhmachermeister in Ahrensburg war.

Als Kind arbeitete sie auf dem Schimmelmannschen Gut – für 20 Pfennig in der Stunde. Im Alter von 20 heiratete sie Walter Wendtland. Ende der 30er Jahre baute das Ehepaar ein Haus in der Alten Landstraße. „Wir haben alles selber gemacht“, sagt Anita Wendtland. Ihr Mann war Tischler und bei der Bahn beschäftigt, sie schleppte den Zement an. Nach dem Krieg nahmen sie Flüchtlinge auf. „Die Bude war voll“, berichtet sie.

Nicht nur Anita Wendtland, auch die beiden Töchter Hella und Marga blieben in Siek. Die 77-jährige Marga wohnt ebenfalls in dem Haus in der Alten Landstraße, die zwei Jahre ältere Hella mit ihrem Mann Kurt nebenan. „Das ist schon gut, wenn die Kinder in der Nähe wohnen“, stellt Anita fest, die noch fast alles selbst im Haushalt erledigt. „Und zur Not sind die beiden Mädels ja nicht weit“, scherzt sie. Nur die Freizeitaktivitäten hat sie eingeschränkt. Frührer ging es mindestens einmal in der Woche mit dem Fahrrad nach Trittau zur Gymnastik zum Kegeln und zum Kegeln. „Das hat aber doch nachgelassen“, gibt Anita Wendtland zu.

Heute wird sie aber schon um 6 Uhr aufstehen, weil sie den Kuchen für den großen Tag selbst backen möchte. Bienenstich und Apfelkuchen sollen zum Empfang um 11 Uhr im Sportlerheim des SV Siek fertig sein. Am Samstag wird im Familienkreis gefeiert. Ihr Bruder und die Schwester haben ebenso zugesagt, wie Enkel Jörg Mertinkat. Und die Kinder sowieso.

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