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Stormarner Tageblatt

23. November 2017 | 10:26 Uhr

Torreich : Angriff stark – Abwehr katastrophal

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Fußball-Regionalligist SV Eichede bewies einmal mehr Moral. Belohnt wurde das Tabellenschlusslicht allerdings nicht. Dem Goslarer SC musste sich der Aufsteiger nach leidenschaftlichem Auftritt mit 4:5 (1:2) geschlagen geben.

shz.de von
erstellt am 07.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Der erhoffte Brustlöser für den SV Eichede blieb erneut aus. Auch am Sonnabend konnte der Aufsteiger seine „schwarze Serie“ nicht beenden. Die Fußballer von Trainer Oliver Zapel unterlagen in einer kuriosen Regionalliga-Begegnung im Ernst-Wagener-Stadion dem Goslarer SC mit 4:5 (1:2) – und warten nun schon seit 17 Begegnungen in Folge auf einen Dreier. Damit bleiben die Stormarner Schlusslicht der Regionalliga. „So ein Spiel muss man gesehen haben. Verstehen können wir es trotzdem nicht, warum wir verloren haben“, haderte Zapel mit dem Spielausgang, konnte aber letztlich auch einordnen, dass das mangelhafte Defensivverhalten ausschlaggebend gewesen war. „Nach dem wir die Begegnung umgebogen hatten und nach dem 4:3 alle Trümpfe in der Hand hatten, haben uns eklatante Schwächen in der Abwehr vom Weg abgebracht“, analysierte der SVE-Coach.

Im Vergleich zur 0:2-Niederlage bei der Reserve des FC St. Pauli nahm Zapel gleich vier Veränderungen vor und ließ seine Elf in einer 3-4-1-2-Formation auflaufen. Jonathan Marschner feierte in der Dreierkette sein Liga-Debüt. Neben ihm gab Malte Buchholz eine Art Libero. Zudem kehrten Simon Koops und Flodyn Baloki in die Startelf zurück. Malik Issahaku, Jakub Heidenreich und Emanuel Bento fanden sich auf der Bank wieder. Im Tor kam Fabian Lucassen zum ersten Mal nach der Winterpause zum Zug und ersetzte Julian Barkmann.

Eichede machte sofort Druck. Früh bestrafte Fousseni Alassani nach einem Solo das zögerliche Abwehrverhalten der Gäste mit der Führung (8.) für die frech aufspielenden Hausherren. Goslar steckte den Rückstand unbeeindruckt weg und hatte Pech, dass Garrit Golombek nur den Pfosten traf (11.). Die Niedersachsen wirkten anschließend reifer in der Spielanlage und kamen folgerichtig nach einer Ecke durch Ex-Profi Kevin Pannewitz zum Ausgleich (33.). Bitter für Eichede war dann die Aktion in den Schlusssekunden der ersten Hälfte: Kapitän Jan-Ole Rienhoff unterlief ein Eigentor, als er einen verunglückten Distanzschuss der Gäste per Bogenlampe zum 1:2 ins eigene Netz lenkte (45./+1).

Nach dem Wiederbeginn überschlugen sich bei Dauerregen die Ereignisse. Zunächst glich Abdel Abou Khalil zum 2:2 aus (52.). Die Freude darüber währte beim Anhang des SVE allerdings nicht lange. Der blank stehende Kevin Kahlert schoss die Gäste aus spitzem Winkel wieder in Front (56.). Doch der agile Alassani egalisierte fast im Gegenzug per Strafstoß (Abou Khalil war gefoult worden) zum 3:3 (57.). Die Gastgeber schwebten nun auf Wolke sieben, drängten auf mehr und wurden belohnt. Nachdem Flodyn Baloki zu einem Solo angesetzt hatte, krönte der Ex-Timmendorfer seinen Husarenritt mit einem satten Abschluss aus zehn Metern zum 4:3 (65.). War das der ersehnte Sieg für den SVE? Nein. Denn nun meldeten sich die Goslarer noch einmal zurück – und trafen zweimal mitten in das Herz der tapfer kämpfenden Stormarner. Erst traf der Ex-Eicheder Nils Pichinot zum 4:4 (74.). Drei Minuten vor dem Abpfiff legte Turkan Hajdari noch den fünften Treffer nach, sodass der SVE erneut mit leeren Händen dastand.

SV Eichede: Lucassen – J.-O. Rienhoff, Buchholz, J. Marschner – Kossowski (53. Heidenreich), Koops, Baloki, Fischer – Maltzahn – Huseni (41. Abou Khalil), Alassani (79. Lechler).

Goslarer SC: Grof – Thelen (73. Alawi), Hotic (66. Kauffmann), Pannewitz, Ströhl (82. Hajdari) – Kahlert, Hartwig – Golombek, Gladrow, Hofmann – Pichinot.

SR: Riehl (Bremen).

Zuschauer: 325.

Tore: 1:0 Alassani (8.), 1:1 Pannewitz (33.), 1:2 J.-O. Rienhoff (45.+1, Eigentor), 2:2 Abou Khalil (52.), 2:3 Kahlert (56.), 3:3 Alassani (57., Foulelfmeter), 4:3 Baloki (65.), 4:4 Pichinot (74.), 4:5 Hajdari (87.).



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