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Abschied : Andre Kossowski: Der „Phönix“ macht wohl bald den Abflug

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Spieler von Fußball-Regionalligist SV Eichede legt nach sportlichem Aufstieg Priorität auf Berufsausbildung und zieht wohl nach Flensburg. Der Klassenerhalt bleibt das Ziel und soll am Sonntag gegen Braunschweig II in Reichweite kommen.

Er war einst wie Phönix aus der Asche empor gestiegen. Bezogen auf den Fußball bedeutet das: aus den Niederungen der Kreisklasse bis hinauf in die Höhen der Regionalliga. Als Andre Kossowski 2010 vom SSV Güster (Kreisklasse A) beim damaligen Fußball-SH-Ligisten SV Eichede anheuerte, hatten ihm nicht wenige nur geringe Chancen auf regelmäßige Einsatzzeiten prophezeit. Doch das Kraftpaket biss sich durch. Am Sonntag (14 Uhr) könnte Kossowski nun nach knapp vier Jahren gegen Eintracht Braunschweig II vor seinem letzten Heimspiel im Ernst-Wagener-Stadion stehen. Unabhängig vom Klassenerhalt zeichnet sich der Abschied ab – der 24-Jährige befindet sich in der heißen Phase seiner Ausbildung und schreibt an seiner Bachelorarbeit im Bereich Maschinenbau. Er will künftig seinen beruflichen Werdegang an der Universität Flensburg forcieren, die ihn auf das Lehramt an berufsbildenden Schulen (gewerblich-technischer Bereich) vorbereitet.

Somit könnte das Abenteuer Regionalliga für den 1,84 Meter großen Offensivspieler bald beendet sein. Bevor es aber soweit ist, will Kossowski (30 Saisoneinsätze, zwei Treffer in Liga vier) mithelfen, die letzte Chance im Kampf um den Klassenerhalt zu nutzen – und gegen Braunschweig nach 22 Partien ohne Sieg endlich wieder einen Dreier einfahren. „Ich werde alles dafür geben, dass wir die Klasse halten und mit einem Sieg noch vor Victoria Hamburg landen. Wir müssen unseren Fluch, der uns schon so lange verfolgt, endlich beenden“, fordert Kossowski.

Auch wenn der 24-Jährige mit Blick auf seinen drohenden Abschied betont: „Ganz sicher ist das noch nicht. Tendenziell schaut es aber danach aus, dass ich, obwohl ich parallel dazu auch die Fühler im Hamburger Raum ausgestreckt habe, wohl nach Flensburg gehe.“ SVE-Trainer Oliver Zapel rechnet „zu 98 Prozent“ mit dem Abschied seines Offensivspielers.

Und der wird nicht der einzige bleiben. Denn die Steinburger befinden sich im Umbruch. Auch Abwehrallrounder Moritz Hinkelmann (Studium in Hannover), Winterneuzugang Marc-Kemo Kranich (Vertrag wurde aufgelöst), Keeper Tom Pöhls (mit ihm wird nicht mehr geplant), Lennard Bahn (zum Meiendorfer SV), Felix Hinkelmann (Ziel unbekannt) und Maxi Röbl (wird mit Verbandsligist VfL Tremsbüttel in Verbindung gebracht) und sein Teamkollege aus der SH-Liga-Mannschaft Timo Havemann (zum Breitenfelder SV) werden verabschiedet. Ob Haris Huseni bleibt, scheint offen. Zuletzt liebäugelte der Stürmer (elf Tore), der ein Vertragsangebot des SVE ausschlug, mit einem Engagement beim Drittligisten Jahn Regensburg, steht zudem im Fokus von „Mecki“ Brunner und SH-Liga-Aufsteiger Eutin 08.

Sie alle haben die Chance sich mit dem Klassenerhalt zu verabschieden. Viel Zeit bleibt im Schneckenrennen mit Victoria nicht mehr. Während es die Hamburger noch im Derby mit Norderstedt und am letzten Spieltag mit Rehden zu tun bekommt, führt es Eichede zum Abschluss am 24. Mai zum VfB Oldenburg.


Anpfiff: Sonntag, 14 Uhr im Ernst-Wagener-Stadion.

Nicht dabei: Sammy Güzel (private/berufliche Gründe), Ardian Seydiu (Herzrhythmusstörungen), Torge Maltzahn (gesperrt), Jonathan Marschner (Abi-Fahrt), sowie die Langzeitverletzten Dennis Wagner und Petrik Krajinovic.

Fraglich: Alassani (krank).

Voraussichtliche Aufstellung des SV Eichede: Berndt – Issahaku, Jan-Ole Rienhoff, Fischer – Bento, Koops, Heidenreich, Kossowski – Baloki – Alassani, Huseni.

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