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An Ahrensburgs Schulen fehlen dutzende Räume

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

„Selma Lagerlöf“ die größte Baustelle / Thema im Bildungsausschuss heute Abend

von
erstellt am 03.Feb.2016 | 15:06 Uhr

An den Ahrensburger Schulen fehlen 34 Gruppen- und Differenzierungsräume. „Dieser erhebliche Bedarf ist insbesondere durch die Einführung der inklusiven Bildung begründet“, heißt es in der Sitzungsvorlage für den Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss, der am heutigen Donnerstag ab 19.30 Uhr im Peter-Rantzau-Haus tagt.

Ausschließlich die Grundschule Am Schloss hat genug Gruppenräume. Allerdings nur theoretisch: Die Klassen werden vermutlich für den DaZ-Unterricht benötigt, Deutsch als Zweitsprache. Für die 4028 Schüler an den acht Schulen gibt es (ohne Fachunterrichtsräume) 181 Klassen- und 25 Gruppenräume. Das sind statistisch 22,25 Schüler je Raum.

Bislang war man in den Schulentwicklungsplanungen immer davon ausgegangen, dass die Schülerzahlen langfristig stark rückläufig sein werden. Allerdings sind neue Wohngebiete in der Prognose nicht berücksichtigt. Allein im Erlenhof sind 360 Wohneinheiten entstanden. Hinzu kommen die Flüchtlinge. Lediglich der doppelte Abiturjahrgang wird dieses Jahr für etwas Entlastung sorgen. Generell werden mehr Räume für die Umsetzung der inklusiven Bildung benötigt, auch für Hortbetreuung und die Schulsozialarbeit werden Räumlichkeiten benötigt.

Größte Baustelle ist die Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule (SLG). Sie soll erweiteret werden, damit die zur Fritz-Reuter-Schule ausgelagerten Klassen wieder in den Wulfsdorfer Weg zurück können. Da auch Gruppenräume benötigt werden, geht man bei einer dreizügigen Schule mit einer vierzügigen Oberstufe von einer zusätzlich notwendigen Nutzfläche von 560 Quadratmetern aus.

Vorschlag der Verwaltung ist, für 2019 Planungskosten in Höhe von 100  000 Euro bereitzustellen und die Erweiterung im Schulentwicklungsplan fortzuschreiben. Gebaut werden könnte dann ab 2020. Die Fritz-Reuter-Schule soll anschließend komplett geräumt werden.

Die Planung sei intensiv mit den Schulleitungen besprochen worden, so Bürgermeister Michael Sarach. Tenor sei, dass alle Standorte einen hohen Investitionsbedarf haben. „Jede einzelne Maßnahme ist für die Schulen wichtig, muss aber auf die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt abgestimmt werden“, so der Verwaltungschef.

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