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Turbo-Internet : Amt Nordstormarn hängt komplett am Glasfasernetz

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

3500 Bürger im Amtsbereich bekommen einen modernen Internet-Anschluss. Dafür wurden 297 Kilometer Rohrtrasse verlegt und 357 Schächte gegraben.

Alle zwölf Gemeinden des Amtes Nordstormarn sind an das Breitband-Glasfasernetz angeschlossen. Die Vereinigte Stadtwerke Media GmbH verlegte die Glasfaserkabel direkt ins Haus. Eine kleine Lücke bleibt noch – jedoch nur bis zum Frühjahr 2017. Dann werden auch in Dahmsdorf, Stubbendorf und Badendorf alle Haushalte mit einem Breitbandanschluss versorgt sein.

Während einer vorweihnachtlichen Feierstunde ließ der neue Amtdirektor Stefan Wulf das aufwändige Projekt noch einmal Revue passieren. „Mit dem Thema beschäftigte sich das Amt Nordstormarn schon seit 2008, ein Jahr später fand dann die erste Einwohnerversammlung in Groß Schenkenberg statt“, blickt er zurück. Dort machte sich Christina Lehmann vom Amt Nordstormarn stark für die Breitbandversorgung in Nordstormarn. „Ich wohne in Groß Schenkenberg und wollte unbedingt den Glasfaseranschluss auch nach Nordstormarn bringen“, sagt die engagierte Verwaltungsmitarbeiterin.

Die Versammlung war die Initialzündung, so dass bereits 2011 Klein und Groß Schenkenberg und 2013 Klein Wesenberg an das Glasfasernetz angeschlossen waren. Es folgten nach und nach alle Gemeinden des Amtes. Badendorf wird im ersten Quartal 2017 die letzte Gemeinde sein. Herbert David, Bürgermeister von Klein Wesenberg, erinnert sich noch an die langen Schlangen von Bürgern, die sich unbedingt nach den Infoabenden einen Anschluss sichern wollten. 88 Prozent aller Klein Wesenberger haben jetzt den schnellen Anschluss.

„Die Bürgermeister der zwölf Gemeinden mussten oft Klinken putzen, um die Quote von 55 Prozent zu erreichen“, so Wulf. Am Ende konnte eine Anschlussquote von 65 Prozent erreicht werden. 100 Prozent gab es in Klein Schenkenberg und Pöhls. „Weder für das Amt noch für die Bürger sind beim Ausbau Kosten entstanden. Unser Amt ist das erste im Kreis Stormarn, das vollständig angeschlossen ist“, so Stefan Wulf.

3500 Nordstormarner sind jetzt ganz fix mit 200 Mbit/s im Internet unterwegs – noch höhere Geschwindigkeiten sind jederzeit zubuchbar. Es wurde eine 297 Kilometer lange Rohrtrasse verlegt und 357 Schächte wurden gegraben.

Die Vereinigte Stadtwerke Media GmbH plant in den nächsten zwei Jahren die Erschließung der Stadt Reinfeld. „Das Gewerbegebiet Im Weddern ist schon fertig, dann folgen der nördliche Stadtteil von der Bahn bis zur B  75 und das Amtsgebäude Nordstormarn im nächsten Jahr“, erklärt Projektleiter Wolfgang Babel. Im Jahr darauf soll der südliche Teil Reinfelds – also die Innenstadt – erschlossen werden. „Aktuell haben sich insgesamt 30  500 Kunden für den Breitbandausbau durch uns entschieden. Seit 2009 haben wir etwa 90 Millionen Euro in die Region investiert“, erläutert Matthias Schubert, Leiter der Vereinigten Stadtwerke Media GmbH. Der Bedarf wachse in jedem Jahr um 50 Prozent. Mobilität und Flexibilität seien im Zeitalter moderner Medien unerlässlich, ergänzt der Amtsdirektor: „Nordstormarn als ländliche Region ist heute auf Augenhöhe mit dem städtischen Umfeld.“




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erstellt am 14.Dez.2016 | 06:00 Uhr

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