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Stormarner Tageblatt

16. Dezember 2017 | 08:28 Uhr

Amt baut auf Kombi-Projekt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Flüchtlinge kommen in den Seniorenwohnpark Klein Hansdorf / Viel positive Resonanz bei Bürgern

„Von einer Schließung des Seniorenwohnparks Klein Hansdorf kann keine Rede sein“, sagt Bürgermeister Herbert Sczech. Entsprechende Gerüchte kursierten im Dorf. Tatsache ist lediglich, dass zwei der fünf Häuser jetzt für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden. Das ist für einen begrenzten Zeitraum geplant, voraussichtlich für drei Jahre. Danach sollen dort ambulant betreute Wohngruppen für Senioren einziehen. „Das hatten wir ohnehin schon so geplant“, sagt Geschäftsführer Mathias Steinbuck. Denn das neue Pflegestärkungsgesetz setzt einen Schwerpunkt auf die ambulante Betreuung in Wohngemeinschaften.

Das Amt Bargteheide-Land hatte von den Plänen erfahren und wegen der Unterbringung von Flüchtlingen in der Umstellungsphase angefragt. Die Häuser vier und fünf werden nicht umgewidmet“, sagt Steinbuck, „es gilt weiterhin Bestandsschutz.“ Ab 2019 würden die Häuser wieder für Senioren bereitstehen. Bewohner seien deshalb in Sorge gewesen. Das sei unbegründet. Befürchtet wurden fremdenfeindliche Anschläge auf die Häuser. „Wir möchten ihnen ein Sicherheitsgefühl vermitteln“, betont Sczech. Deshalb seien Begehungen mit den Ortswehrführern geplant. „Die Häuser sind außerdem durch eine zentrale Brandmeldeanlage gut gesichert“, sagt er.

Für die Ortsteile Klein Hansdorf und Timmerhorn ist jetzt eine Bürgerinformation geplant. Termin ist kommenden Montag ab 18.30 Uhr im Bürgerhaus Klein Hansdorf. In Jersbek gab es bereits einen solchen Infoabend. „Dort haben wir ein Haus für 18 bis 20 Bewohner angemietet“, sagt Sczech. Vorgestern seien dort 40 Einwohner zum 1. Helfertreffen gekommen. „Bei 800 Einwohnern eine optimale Reaktion.“ So hoffen alle Beteiligten, dass sich die Bewohner der anderen Ortsteile sich „ihrer“ Flüchtlinge annehmen werden. „Wir glauben, dass die Kombination mit Senioren verträglich ist“, so Sczech, „die 36 Bewohner selbst haben die geringsten Bedenken. Sie sehen das eher positiv“. Das Amt betreue zurzeit 157 Flüchtlinge.

Flüchtlingsbetreuerin Ulrike Meyborg: „Es gibt viel positive Resonanz in der Bevölkerung.“ Auch Sportvereine würden sichengagieren.

In Klein Hansdorf wird ein Haus für 18 bis 20 minderjährige Flüchtlinge genutzt, meist im Alter zwischen 14 und 17 Jahren. Sie sollen intensiv von Sozialarbeitern rund um die Uhr betreut werden, Das übernimmt die Norddeutsche Gesellschaft für Diakonie. In den neun Apartments des Nachbarhauses sollen Mütter mit Kindern Unterkunft finden.





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