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Ammersbek : Ampel funktioniert – aber Kreisel noch nicht „beerdigt“

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ammersbeks Bürgermeister und CDU-Politikerin kritisieren Verfahren der Landesbehörde.

von
erstellt am 06.Jun.2017 | 06:45 Uhr

Seit Anfang Mai läuft die Ampel an der Kreuzung der Bünningstedter Dorfstraße und Lübecker Straße in Hoisbüttel. Die befürchteten Staus sind bislang ausgeblieben. „Nach meinen Erfahrungen und den Rückmeldungen, die ich bekommen“, funktioniert die Ampelschaltung“, sagt Bürgermeister Horst Ansén (SPD).

Zufrieden ist er deshalb nicht, denn die Gemeinde hätte lieber einen Kreisverkehr gehabt. Der tödliche Unfall eines jungen Motorradfahrers im April 2016 hatte zu massiven Bürgerforderungen geführt, die Kreuzung sicherer zu machen. Der zuständige Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr und die regionale Unfallkommission ließen zählen und empfahlen eine „Lichtsignalanlage mit Linksabbiegerschutz als sicherste und schnelle Lösung.“

Weder der Wunsch der Gemeindevertretung noch die Bürgerbefragung einer Kreisel-Initiative oder die insgesamt sieben Petitionen an den Landtag konnten etwas daran ändern. „Die Entscheidung war in einem intransparenten Verfahren gefallen und wurde obrigkeitsstaatlich verkündet. Die Chancen, einen kontinuierlichen Verkehrsfluss und eine erhebliche Geschwindigkeitsdämpfung zu erreichen, die Folgekosten zu senken und eine attraktive Platzgestaltung am Ortseingang zu ermöglichen, wurden vertan“, sagt der Ahrensburger Verkehrsingenieur Eckehard Knoll, der sich vehement für einen Kreisverkehr eingesetzt hatte.

„Immer noch stinksauer, dass es in Kiel nicht die Bohne interessiert, was vor Ort gedacht wird und gewollt ist“, ist CDU-Gemeindevertreterin Christiane Maas. Ammersbeks elfte Ampelanlage mit sechs Masten und 15 Signalgebern kostete rund 80  000 Euro. „Es ging ums Geld und man wollte kein Präjudiz schaffen“, sagt die CDU-Politikerin. Ihre Hoffnung und die von Knoll, dass eine andere Landesregierung und eine Evaluation doch noch zu einem Kreiselbau führen, teilt Ammersbeks Bürgermeister nicht. „Dass ist eine müßige Diskussion. Evaluiert wird nicht die Ampel selbst, sondern nur die Schaltung. Das Thema Kreisverkehr ist erledigt“, sagt Ansén. In der Kritik am Verfahren ist er mit der CDU-Politikerin aber einer Meinung.

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