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Stormarner Tageblatt

11. Dezember 2017 | 14:58 Uhr

Sicher über die B75 : Ampel am Redder gefordert

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Bauausschussmitglieder sprechen sich einstimmig dafür aus, eine sichere Möglichkeit, zur Überquerung der Lübecker Straße an der Redder-Einmündung zu schaffen. Eine Verkehrsinsel reicht nicht. Ein Zebrastreifen wäre „Minimallösung“.

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erstellt am 11.Sep.2013 | 06:00 Uhr

Ein Blick klärt manchmal mehr als 20 Fragen – deshalb machten sich die Mitglieder des Bauausschusses jetzt vor Ort ein Bild von der Lage. Es geht um die Querung der Lübecker Straße an der unteren Einmündung des Steinfelder Redders, Penny und die Fortführung des Radwegs Richtung Reinfeld auf der einen Seite und der Anlieger des Trave-Wanderwegs auf der anderen Straßenseite.

Zahlreiche Anlieger nutzten die Gelegenheit, um ihrer Forderung nach einer sicheren Straßenquerung Nachdruck zu verleihen. „Ob hier jemand steht und rüber will, interessiert gar nicht. Hier wird durchgefahren“, schildert Hans-Jörg Steglich die Situation. Nachbar Olaf Otahal pflichtet ihm bei: „Da drüben soll doch noch eine Kita hin. Das ist lebensgefährlich.“

Weil die Querung der Straße so gefährlich sei, würden viele Anlieger der Lübecker Straße, wenn sie mit dem Rad in die Stadt wollen, den Radweg auf der verkehrten Seite benutzen. Viele Kinder müssten an der Stelle zudem die Straße überqueren, um zur Klaus-Groth-Schule zu kommen.

Für die Politiker gab es da nicht viel zu diskutieren. „Die Kita ist doch DAS Argument“, machte Uwe Rädisch (CDU) deutlich. Alle waren sich einig, dass an der Querung bei Penny eine Ampel aufgestellt werden soll. Das wurde einstimmig beschlossen. Ein Zebrastreifen werde nur als „Minimallösung“ akzeptiert. Da die Einmündung des Steinfelder Redders breit und unübersichtlich sei, müsse auch dort etwas getan werden. Es war Konsens, dass ein Zebrastreifen an der Stelle ausreiche.

Der neue Ordnungsamtsleiter Jens Siedlaczek wies allerdings darauf hin, dass der Ausschuss in dem Punkt nichts zu entscheiden habe. Er könne lediglich Anregungen geben. Entscheidend sind die nackten Zahlen. Eine Verkehrszählung müsse ergeben, ob ausreichend Auto- und Querungsverkehr vorhanden sei, um eine Ampel zu rechtfertigen.

Im konkreten Fall komme erschwerend hinzu, dass es sich bei der B 75 um eine Bundesstraße handelt – das kann die Stadt ohnehin nicht im Alleingang entscheiden. Um sicher zu gehen, dass eine Ampel am Ende nicht nur an den Kosten scheitert, machte Ausschussvorsitzende Maria Herrmann deutlich, dass die Stadt notfalls auch bereit sei, sich an den Kosten zu beteiligen oder sie zu übernehmen.

Nicht ganz so einig waren sich die Ausschussmitglieder bei einem anderen Punkt: Der Verbindungsbrücke zwischen Redder und Fuchsberg. Bei der Eröffnung der Brücke wurde eine Fahrradschikane an den Enden moniert. Sie war zu eng und machte die Passage mit dem Radanhänger unmöglich. Die Verwaltung hat reagiert und den zweiten Halbbügel entfernt. Doch jetzt ist es einigen trotzdem nicht recht. „Hier soll man nicht grade durchfahren können, die kommen da mit einem Affenzahn an“, kritisierte Uwe Rädisch. Die zudem leicht abschüssige Einbindung in den Fuchsberg sei unübersichtlich und deshalb gefährlich. Zustimmung kam von Friedrich-Karl Kümmel (FBO): „Alles was Räder hat, fährt da wie verrückt runter.“

SPD und Grüne lehnen aber eine Doppelschikane ab, die zum Zickzack-Fahren zwinge. Dem stimmte auch Bauamtsleiterin Karin John zu: „Wenn ich die so breit machen muss, dass Anhänger da durch passen, kommen alle anderen da schnell durch. Wir sind dabei, die Bürger zu entmündigen.“ Bei kleinen Kindern seien die Eltern in die Aufsichtspflicht. Wilfried Janson gab zu bedenken, dass sich Radler bei einer Doppel-Schikane ihren Weg über die Grünfläche suchen würden.

Am Ende wurde beschlossen, eine Halbschikane an den Beginn des Fußwegs zu setzen. Die Ausschussmitglieder sprachen sich für ein Halteverbot links und rechts der Einmündung aus,

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