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Stormarner Tageblatt

24. Oktober 2017 | 03:17 Uhr

Ammersbeks großes Bauprojekt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

55 Wohnungen, Tiefgarage, Carports, Parkplätze und Läden geplant: Bürger können mitreden / Entwurf vorgestellt

Im Ammersbeker Ortsteil Hoisbüttel sollen 55 Wohnungen entstehen – darunter fünf öffentlich Geförderte. Auch Ladenflächen sind geplant. Baugebiet ist das Areal zwischen Rathaus und Hamburger Straße. Allerdings wird es bis zum Baubeginn noch dauern. Zur Diskussion steht ein Vorentwurf zur Änderung des Bebauungsplans Nr. 11. Den stellte die Verwaltung jetzt im Pferdestall vor. Gut 40 Besucher nutzten die Gelegenheit und gaben erste Anregungen.

Dazu gibt es noch weitere Gelegenheiten. „Wir stehen ganz am Anfang des Verfahrens“, so Bürgermeister Horst Ansén. Der Entwurf kann in dieser Woche noch im Rathaus eingesehen werden. Nächste Stationen sind der Umweltausschuss am 15. Februar und zwei Tage später der Bauausschuss. Endgültig wird die Gemeindevertretung im Laufe des Jahres entscheiden. Ein Satzungsbeschluss soll im Sommer erfolgen.

Geplant sind vier Bauabschnitte. Zunächst soll ein L-förmiges Gebäude an der Straßenfront entstehen, in dem auch Ladenflächen im Erdgeschoss sind. Dafür muss ein Einfamilienhaus weichen. Danach werden fünf Gebäude als so genannte Stadtvillen auf dem rückwärtigen Teil des Grundstücks gebaut. Zum Schluss ist die Sanierung und Erweiterung des ehemaligen Bauernhofs geplant. „Wir rechnen mit insgesamt vier bis fünf Jahren Bauzeit“, sagt Architekt Carsten Unger.

Die Zwei- bis Vierzimmerwohnungen sollen zwischen 50 und 100 Quadratmeter Wohnfläche haben. Mindestens 35 Wohnungen werden barrierearm geplant. Im rückwärtigen Teil sind Carports mit begrünten Dächern geplant, die auch als Lärmschutz zum benachbarten Bauhof dienen sollen. Alle Gebäude werden zweigeschossig mit einem zusätzlichen Staffelgeschoss sein. Die Gebäude im Entwurf passten sich ans Ortsbild in Hoisbüttel an, sagt Bauamtsleiterin Susann Jandt-Wahls.

„Der Bauernhof bleibt das prägende Element“, so Planer Karsten Schwormstede. Die Fassade werde durch die mittige Zufahrt und das Winkelgebäude weiterhin deutlich sichtbar bleiben. Direkt an das Baugebiet grenzt das Landschaftsschutzgebiet, durch das die Bredenbek fließt. Dort soll ein naturnahes Rückhaltebecken entstehen. Der Grünzug reicht bis ins Wohngebiet hinein.

Ein Besucher kritisierte die zusätzliche Verkehrsbelastung: „Wir haben jetzt schon endlose Staus.“ Einer schlug eine zweite Zufahrt als Ringstraße vor. Das Straßenbauamt sehe das skeptisch, so Schwormstede, sei aber grundsätzlich mit der Planung einverstanden. Eine Linksabbiegerspur Richtung Norden sei nicht vorgesehen, die Straße sei breit genug.

Ob ausreichend Parkplätze vorhanden seien, wollte eine Besucherin wissen. Schließlich müssten auch die Kunden der Ladenzeile parken können. Geplant seien 80 bis gut 100 Stellplätze, entgegnete der Planer. 45 davon seien in einer Tiefgarage vorgesehen, die unter den beiden Bauten im Nordosten geplant sei. Es werde auch provisorische Durchgänge zum Rathaus geben.





>Internet: www.ammersbek.de

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