Ammersbek gibt nicht auf

Kreiskämmerin  Christiane Maas mit dem Haushalt 2017.
Kreiskämmerin Christiane Maas mit dem Haushalt 2017.

Kreisel muss her: Gemeindevertretung fordert Land auf einzulenken

shz.de von
15. März 2017, 12:54 Uhr

Alle Kommunalpolitiker in Ammersbek wünschen sich einen Kreisel als beste Lösung für die Kreuzung an der Hoisbütteler Mühle. Einige halten das Beharren darauf für unrealistisch. Dennoch beschloss Dienstagabend eine Mehrheit von 10 Gemeindevertretern den Antrag von FDP und CDU, vom Land weiterhin eine Kreisellösung zu fordern. Acht stimmten dagegen, zwei enthielten sich.

„Ein Kreisel ist definitiv die bessere Lösung“, so Christiane Maas (CDU). Er sei sicherer und halte den Verkehrsfluss rund um die Uhr aufrecht. Vor allem sei es völlig daneben, wie der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr mit der kommunalen Selbstverwaltung umspringe. Eine Teilnahme an einer Sitzung des Bauausschusses habe er abgelehnt. Der Ausschuss hatte sich mit 9 Stimmen bei einer Enthaltung pro Kreisel ausgesprochen.

Zugleich sei im Ausschuss bekannt geworden, dass die Ausschreibung für eine Ampel bereits laufe. „Das wurde nicht an die Gremien mitgeteilt, sondern über die Presse vermittelt“, empörte sich Christiane Maas. Bis ein Kreisel gebaut sei, könne die Gefahrenstelle auch über eine Baustellenampel gesichert werden. „Wir haben uns nach dem tragischen Unfall vor einem Jahr entschieden, den Knotenpunkt zu entschärfen“, sagte Jürgen Kestin (SPD). Geschehen sei seitdem nicht viel: „Wir sollten jetzt nicht auf den nächsten Unfall warten, sondern eine realistische Baulösung herbeiführen.“ Ein Kreiselbau würde zwei Jahre dauern, ein Ampel-Provisorium sei nicht sachgerecht. „Es kann nur mit einem Programm laufen. Eine Ampelkreuzung mit Induktionsschleifen kann flexibel gesteuert werden.“

Christiane Maas bestritt, dass eine Bau-Ampel weniger leistungsfähig sei: „Das haben wir zuletzt in Elmenhorst gesehen.“ Ein Kreisel könne innerhalb eines Jahres fertig sein. Grunderwerb sei nicht nötig, die alte Rechtsabbiegerspur könne reaktiviert werden. Damit entfalle auch ein langwieriges Planfeststellungsverfahren.

Ein Kreisel sei zwar gut vorstellbar, so Rita Thönnes (SPD). Der Brief des Landesbetriebs sei aber sehr deutlich. „Der Beschluss seiner Fachabteilung ist klar, auch die Unfallkommission hat sich einstimmig für eine Ampel ausgesprochen.“ Die Entscheidung sei eine Tatsache und zur Kenntnis zu nehmen. „Wir sollten alles Mögliche tun, um einen Kreisel zu erreichen“, sagte Gabriela Späte (FDP). Das sei ein klarer Wille der Bürger und müsse vom Gemeinderat vertreten werden. Der Bau einer Ampelanlage sei langfristig eine Verschwendung von Steuergeldern.




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