Ahrensburg : „Am Ende wird das Buch echt düster“

Andreas Richter am Küchentisch mit einem Vorab-Exemplar seines neuen Romans „Tattoo“.
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Andreas Richter am Küchentisch mit einem Vorab-Exemplar seines neuen Romans „Tattoo“.

Der Ahrensburger Autor Andreas Richter legt nach langer Pause mit „Tattoo“ einen neuen Mystery-Thriller vor. Samstag Lesung mit Live-Tätowierung.

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18. Januar 2015, 19:32 Uhr

„Eigentlich war ich durch mit dem Schreiben von Romanen“, sagt Andreas Richter. Wobei das nur für Thriller gilt. Sein Geld verdient der 48-jährige Ahrensburger vor allem als Autor für Firmen. Vor mehr als zehn Jahren war sein erster Mystery-Thriller erschienen: „Mobile“. Dem Genre ist er treu geblieben: „Tattoo“ heißt sein neuestes Werk, eine rätselhafte Geschichte um einen Mord und dessen Folgen, die sich viele Jahre ihren Weg bahnen.

Für „Mobile“ hatte der Ahrensburger seinerzeit sehr lange einen Verleger gesucht. Als er einen großen Verlag fand und sich der Thriller gut verkaufte, legte er ziemlich schnell das nächste Buch nach – „Friede ihren Seelen.“ Der große Durchbruch blieb aber aus, und völlig zufrieden war Andreas Richter mit seinem zweiten Buch auch nicht.

So verschwand die Mystery für einige Jahre aus seinem Leben. Bis die Bücher eines Tages zu ihm zurückkamen. „Die Rechte fallen zwölf Jahre nach Vertragsschluss an den Autor zurück“, sagt Andreas Richter, der zunächst nicht wusste, was er damit anfangen sollte. Doch dann las er sie erneut und hatte mit zusätzlichen zehn Jahren Schreib- und Lebenserfahrung im Rücken das Bedürfnis, Dinge zu verändern und zu verbessern. Auch einen Titel: Aus „Friede ihren Seelen“ wurde „Ruhet.  Sanft“. „Die Original-Datei hatte ich ja noch. Ich habe beide Bücher überarbeitet und als ebook angeboten“, sagt der Ahrensburger: „Dabei kam die Lust am Thriller-Schreiben zurück.“

Die Idee für „Tattoo“ „schoss mir in einem Tätowier-Studio durch den Kopf.“ Etwas über ein Jahr brauchte er für den Mystery-Roman, den sechs Testleser außerhalb der Familie schließlich für gut befanden und der trotz seiner unglaublichen Geschichte reifer wirkt als die älteren Romane. „Am Ende“, sagt Andreas Richter, „wird die Geschichte echt düster.“

Bislang gibt es „Tattoo“ nur als ebook, die gedruckte Version im Eigenverlag ist anders als geplant nicht vor Weihnachten fertig geworden. „Mein Ziel ist es natürlich, wieder bei einem namhaften Verlag unterzukommen. Aber nach zehn Jahren fange ich als Romanautor im Grunde wieder bei Null an“, macht sich der Ahrensburger keine Illusionen.

Wer den neuen Thriller und den Autor kennenlernen möchte, hat dazu am an diesem Samstag, 24. Januar, im „Bierstein“ Gelegenheit. Andreas Richter hat eine „Event-Lesung“ mit Live-Tätowierung und der Punk-Rock-Band „Breakdown“ organisiert: „Die Jungs sind echt gut.“

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