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Stormarner Tageblatt

20. Oktober 2017 | 03:52 Uhr

Bargteheide : Alleskönner Zeitung

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Kindergarten Eichenweg beteiligt sich bereits zum vierten Mal begeistert an der Aktion Zikita. Die Erzieherinnen sind vom Projekt überzeugt, den Kindern macht es Spaß und von den Eltern kommen positive Rückmeldungen.

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erstellt am 17.Feb.2017 | 06:00 Uhr

Schneeball-Schlacht und Skifahren? Bei Sonnenschein und Plusgraden im Flachland? Mit dem Zikita-Projekt des sh:z ist das kein Problem.

Zeitung in der Kindertagesstätte (Zikita) und die Lernriesen aus dem Bargteheider Awo-Kindergarten Eichenweg sind voller Begeisterung dabei. Wieder dabei, um genau zu sein, denn der Kindergarten beteiligt sich bereits zum vierten Mal. „Das macht Spaß, sonst würden wir es ja nicht immer wieder machen“, erklärt Erzieherin Anke Altenkirch. Ihre Kollegin Marion Drews ergänzt: „Es ist etwas, was wir sonst im Alltag nicht haben.“ Vier Wochen lang werden die Kinder täglich mit dem Stormarner Tageblatt versorgt – im Kindergarten und zu Hause. Intensiv beschäftigen sie sich mit dem Medium und lernen alle seine Facetten kennen. Und: Lesen müssen die Kinder dafür gar nicht können.

„Lernriesen“ sind die Vorschulkinder, die dafür speziell aus den Kita-Gruppen zusammengezogen werden. In den Vorjahren wurde für Zikita täglich eine Stunde angesetzt, dann ging es in die jeweiligen Gruppen zurück. „Zeitung intensiv“ lautet diesmal das Motto – an nur noch drei Tagen in der Woche steht das Tageblatt im Mittelpunkt, dafür aber den ganzen Vormittag. „Dann haben wir nicht den Druck, jetzt unbedingt fertig werden zu müssen“, erläutert Marion Drews die Umstellung.

Aktuell hat der Kindergarten Tageblatt-Redakteur Andreas Olbertz eingeladen, um aus erster Hand etwas über den Beruf „Zeitungsmacher“ zu erfahren. Die Vorschüler haben einen regelrechten Fragenkatalog vorbereitet: Schreibst du auch über Tiere? Lesen deine Kinder Zeitung. Wie wird man Journalist? Was ist wichtig in dem Beruf? Muss man viel schreiben und auch Fotos selber machen?

Danach geht es an die „Textarbeit“. Jedes Kind soll den Anfangsbuchstaben seines Namens suchen, ausschneiden und auf ein Blatt kleben. Das schult das Auge, die Feinmotorik und das „Lesen“ von Buchstaben. Nebenbei bekommen die Kleinen natürlich auch etwas vom Inhalt der Zeitung mit, lassen sich erzählen oder vorlesen, worum es in den Texten geht.

Nach der Frühstückspause, jedes Kind hat ein Platz-Set aus Zeitung, haben die Kinder lange genug still gesessen. Ab in die Halle zum Toben. Und auch dabei kommen Zeitungen zum Einsatz. Etliche Seiten werden zu „Schneebällen“ zusammengeknüllt. Zwei Mannschaften werden gewählt. Die Zeitungskugeln müssen jetzt gleichmäßig auf beide Teams verteilt werden. „Wie kriegen wir das denn am besten hin?“, will Marion Drews von ihren Schützlingen wissen. Schnell haben die Kinder eine Lösung parat: Zwei Schüsseln und dann wird laut mitgezählt, wie links und rechts je eine Kugel reingelegt wird.

Dann geben die Erzieherinnen das Startsignal: Innerhalb einer Minute müssen möglichst alle Papierkugeln aufs gegnerische Feld geworfen werden. Die Schneebälle fliegen wild hin und her. Das ist ein Juchzen und Schnaufen, bei den ersten zeigen sich schon Schweißtropfen auf der Stirn. Auf der rechten Hälfte werden anschließend 21 Kugeln gezählt. Als auf dem anderen Feld 22 Knäule aufgesammelt sind, bricht Jubel aus. Die Truppe rechts hat messerscharf erkannt, dass sie gewonnen hat. Links will Revanche.

Also noch mal aufteilen, mit Volldampf auf die andere Seite werfen und erneut auszählen. Diesmal haben die Linken die Nase vorn.

Weiter geht es mit der „Ski-Staffel“. Die Füße stehen auf je einer Zeitungsseite und so muss bis zur Wendemarke und wieder zurück über den Boden geschlurft werden. Dann übernimmt der nächste. „Nix da, schön auf den Skiern bleiben“, pfeift Anke Altenkirch ein Kind zurück. Die Gegner holen auf, bloß nicht die Füße hoch heben ...

Zum Abschluss wird noch gemeinsam ein Kinderbuch, in dem kindgerecht die tägliche Entstehung einer Zeitung beschrieben wird, gelesen. Und natürlich wird auch die schwere Fototasche des Redakteurs inspiziert und jeder darf mal ein Foto mit der Profi-Kamera machen.

„Buchstaben, Zahlen, Zeitgeschichte und Motorik – es kommt alles vor“, zählt Anke Altenkirch auf. „Die Eltern haben sich auch gemeldet, dass das gut ankommt“, weiß Marion Drews zu berichten.

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