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Ex-Europameister : Alles neu nach dem großen Brand

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Vor über einem Jahr brannten im Reiterhof am Rümpeler Weg Teile der Halle und das Casino aus, jetzt gelingt ein Neustart

Bad Oldesloe | Oft liegen zwischen erfolgreichen Momenten und niederschmetternden Nachrichten nur wenige Monate. 2011 war das Voltigierteam des Reit- und Voltigiervereins Bad Oldesloe noch unverhofft Europameister geworden. Auch die Wahl bei der Sportler des Jahres Aktion der lokalen Tageszeitungen konnte anschließend gewonnen werden. Doch wenige Tage vor der Ernennung zur „Mannschaft des Jahres“ kam der große Schock.

In der Nacht zum Valentinstag 2012 brannten das Reitercasino und ein Teil der Reithalle im Rümpeler Weg aus. Unter anderem wurde auch der Europameisterpokal ein Raub der Flammen.

Bis jetzt hat es gedauert, dass der von Monika Rautenberg Cornelissen geleitete Reiterhof wieder auf die Beine kommen konnte. Mittlerweile ist die neue Halle fertig, auch die Ställe wurden renoviert. Das Casino ist noch in der Entstehung. Aber seit dem Sommer wächst die Zahl der Schüler wieder beständig und neue Ziele werden angegriffen. „Jetzt sind es wieder 80 Nachwuchsreiter. Man muss sich vorstellen, dass wir tatsächlich neu bei null angefangen haben“, erklärt die Reiterhofbetreiberin.

Einiges an den Konzepten habe sich mit dem Neustart geändert. „Wir setzten vor allem auf neue Schüler, auf Basistraining und dann schauen wir mal. Leistungssport ist nicht ausgeschlossen, aber nicht unser primäres Ziel“, erklärt sie. Talente würden natürlich trotzdem entsprechend gefördert. Ihr Partner Thomas Behrens hat beim Neuaufbau mitgeholfen. Und auch er sprüht vor Ideen. „Wir wollen in Zukunft Veranstaltungen durchführen. Es wird möglich sein in der Halle das Casino als Bühne zu nutzen“, so Behrens. Osterfeuer, Ringreiten, Weihnachtsmarkt, Cocktailabend oder auch Konzerte – all das soll in Zukunft auf dem Hof einen Platz haben.

„Wir haben hier einen super Zusammenhalt. Es macht wieder Spaß“, bestätigt Lara Rautenberg, die Tochter der Besitzerin. Neben ihrem Studium hilft sie fleißig auf dem Hof mit.

„Es gibt hier keine Cliquenwirtschaft. Jeder hilft jedem. Das hat auch in der schweren Zeit geholfen. Der harte Kern ist uns treu geblieben. Und jetzt freuen wir uns über alle, die mit dazu kommen“, sagt ihre Mutter. Bald, wenn alle Bauarbeiten abgeschlossen seien, sollen auch die ersten Veranstaltungen stattfinden.


 

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erstellt am 23.Okt.2013 | 16:00 Uhr

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