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Festival auf dem Lande : Alles aus dem Bauch heraus ...

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Gaukler aus ganz Deutschland geben sich in Grönwohld ein Stelldichein und lassen die Puppen tanzen.

Hektor, der Gaukler alias Stephan Eichler ist in der Region und darüber hinaus bekannt wie der buchstäblich bunte Hund. Jetzt wagt er sich an neue Künste: „Mein Traum war schon immer, das Bauchreden zu lernen“, sagt er. Das übt er nun seit einigen Jahren, auch gerne im Auto an der Ampel. Wenn er dann ohne die Lippen zu bewegen mit seiner Hand spricht, bekommt er schon mal angestrengte Blicke aus den Autos daneben zu spüren. Doch was ein Gaukler ist, den interessiert das nicht.

Nun holt Eichler das Bauchrednerfestival nach Grönwohld: Einmal im Jahr treffen sich Hobbykünstler und Professionelle zum Erfahrungsaustausch, bislang immer im Süden Deutschlands. Das sechste Treffen jedoch findet vom 25. bis 27. April in und um Grönwohld herum statt.

Höhepunkt der drei Tage ist das „Festival der Bauchrednerkunst“ am Sonnabend, 26. April, um 20 Uhr in der Scheune des Gasthofs „Unter den Linden“ in Grönwohld, besser bekannt als die Kneipe, in der „Büttenwarder“ gedreht wird. Dann kommen „Didibel“, der „einen Vogel hat“, Sönke, der Zauberer mit seiner sprechenden Klobürste, Jürgen Kellner, bei dem die Puppe zaubert, und Klemens Aufgebauer, der Langsamsprecher mit seiner äußerst frechen Puppe. Außerdem tritt Max Steuber mit seinem alten Opa auf sowie Manfred Werner, der seine Puppen selber baut. Er bringt seine sprechende Schnecke mit.

Stephan Eichler wird den Abend moderieren und dabei auch „Helmut, den Bauer“ und „Helene, das Huhn“ mitbringen, um erste eigene Bauchrednerkünste zu zeigen. Die Tonlage für das Huhn muss ich noch finden“, bekennt er.

Am Freitagabend können Interessierte am „Jekami“-Abend (Jeder kann mitmachen) dabei sein. Ab 19 Uhr wird im Landhaus Schäfer in Lütjensee schon mal gegaukelt, gezaubert und mit Puppen geredet.

Gaukler aus ganz Deutschland wollen während der drei Tage voneinander lernen und Erfahrungen austauschen. „Die Kunst beim Bauchreden ist, die Puppe zum Leben zu erwecken“, verrät Eichler. Die Laute kommen aus dem Kehlkopf, die Lippenbewegungen müssen unterdrückt werden. Schwierig bei Worten wie „Papagei“, die im Dialog mit den Puppen dann auch möglichst vermieden werden. Zudem muss der Dialog mit der Puppe glaubwürdig rüberkommen. Mimik und Gestik sind dabei ganz wichtig. Hohe Kunst also, die man sich beim Bauchrednerfestival aus der Nähe anschauen kann.

Karten für 19 Euro im Vorverkauf gibt es im Landhaus Schäfer, Lütjensee, bei Hektor in Grönwohld, in der Gaststätte „Unter den Linden“ in Grönwohld und Bücherecke Hagedorn in Trittau. Abendkasse 21 Euro. Das Kommen lohnt sich auch schon zeitig vor der Vorstellung, denn der „Suppenzauber“ sorgt für zünftige Verpflegung.

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