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Stormarner Wochenschau : Allerlei mit und ohne Schuss

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

In Bargteheide und Bad Oldesloe gibt es Rowdys unterschiedlicher Ausprägung, und Klein Wesenberg braucht fünf Jahre für eine Einigung.

Schuss gehört

Großkalibrige Waffen in Klein Wesenberg – das konnte ja nicht gutgehen. Mehr als fünf Jahre hat der Streit zwischen Gemeinde, Amt und Schützenverein gedauert. Wobei es gar nicht um die Schützen an sich, sondern um die kleine Gruppe mit dem großen Kaliber ging. Die haben vom Landesamt eine Genehmigung von für bis zu 6000 Schuss täglich. Viel zu laut, um nebenan ein Wohngebiet auf gemeindeeigenem Grund auszuweisen, auch wenn tatsächlich nur 60 Schuss täglich abgefeuert werden. Groß verzichten wollten die Großkaliber aber nicht, was Bürgermeister Herbert David so sehr ärgerte, dass er nach einem halben Jahrhundert im Schützenverein austrat. Nun haben sich die Streithähne doch noch außergerichtlich geeinigt. Die Schützen gehen von 6000 auf 1200 Schuss runter. Das reicht für das Baugebiet. An zehn Wettkampftagen im Jahr dürfen es aber auch 6000 sein. Holt Herbert David seinen grünen Schützenrock nun wieder aus dem Schrank oder ist der längst in der Altkleidersammlung gelandet?

 

 

Schuss nicht gehört

Eine große Würgeschlange, die einem entgegen kriecht, wenn man den Deckel des Abfallcontainers öffnet: keine schöne Vorstellung. Aber immer noch viel besser als das Schicksal, das die Tiere erleiden mussten. Die fast zwei Meter langen Würgeschlangen waren in den Container geworfen worden. Ein Python war bereits tot, der zweite verendete zwei Tage später. Ein 24-Jähriger gab zu, die beiden Würgeschlangen „entsorgt“ zu haben, weil er sie für tot gehalten habe. Und er gab bei der Polizei zu, die Reptilien nicht ausreichend versorgt zu haben. Die Staatsanwaltschaft hat sich der Sache angenommen.

 

Wiesen-Rowdys

Da ackern die Mitglieder des Verschönerungsvereins Bargteheide, damit sich die Anwohner im Neubaugebiet Am Krögen in naher Zukunft an einer blühenden Streuobstwiese erfreuen können. Und dann das: Irgendwelche Anlieger haben das 4500 m² große Areal am Wilhelm-Hauff-Weg als Deponie auserkoren und sich kurzerhand ihrer Gartenabfälle entledigt. Genau dort, wo die Bäume des Jahres gepflanzt werden sollen. Dass sich der VVB da vor den Kopf gestoßen fühlt, ist mehr als nachvollziehbar. Aber nicht ärgern, nur wundern: Verschönerungsverein – vergib ihnen. Denn sie wissen nicht, was sie tun ... Unser Karikaturist hat sich diesem Thema auf seine Art genähert. Soweit sollte es freilich nicht kommen. Aber: Wehret den Anfängen!

 

Wunschdenken

So, so, die Mühlenstraße zwischen Hindenburg - und Hagenstraße ist also so schön, dass sie vor einem 1,40 mal 0,6 Meter kleinen Holzhäuschen geschützt werden muss. Jedenfalls bemüht die Stadt für die Ablehnung des Tauschhauses das „öffentliche Interesse am Schutz des Straßenbildes“. Ach, wär’ das nur immer so.
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erstellt am 26.Okt.2014 | 16:15 Uhr

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