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Stormarner Tageblatt

15. Dezember 2017 | 11:54 Uhr

Alle unter einem Dach

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Kirchenteam in Zarpen ist begeistert vom neuen Herzstück

shz.de von
erstellt am 17.Mär.2016 | 18:36 Uhr

„Was wir hier jetzt haben, ist wirklich Luxus“, schwärmt Kirchensekretärin Brigitte Johanns von ihrem Büro im neuen Anbau des Gemeindehauses. Heller, geräumiger und praktischer – hier mache das Arbeiten noch einmal so viel Freude. „Jeden Tag kann ich durch das große Fenster auf die Zarpener Kirche blicken“, freut sich die langjährige Mitarbeiterin, die vor dem Umzug in einem beengten Büro des ehemaligen Pastoren-Witwen-Hauses gearbeitet hat. Pastor Dr. Michael Decker hat es in der 1. Etage genauso gut getroffen. „Ein Arbeitsplatz mit Blick auf die alte Backsteinkirche, da möchte man gar nicht mehr weg“, meint der Pastor mit Anspielung auf seine Rente.

Zarpens neuer Pastor Nils Wolffson, der im Juni 2015 sein Amt antrat, nennt die unmittelbare Nähe von Kindergarten, Gemeindehaus und Kirche eine „Ensemble-Lage“. Gleich nach seinem Amtsantritt musste er die ersten Papiere für die Erweiterung des Gemeindehauses unterschreiben, danach folgten bereits die ersten Baubesprechungen. Der 216 m² große Neubau konnte in nur acht Monaten fertiggestellt werden und beherbergt neben dem Kirchensekretariat, neuen Sanitäranlagen, einem Kirchenarchiv und einem Hausmeisterraum die beiden Büros der Kirchenmusikerin Katrin Jendrasiak und der Jugendmitarbeiterin Julia Tönnissen, die zuvor im Pastoren-Witwen-Haus zusammen mit nur zehn Quadratmetern Vorlieb nehmen mussten.

Ein 40-Quadratmeter-Raum dient dem Konfirmandenunterricht oder anderen Gruppen. Die Kommunikationszone mit Küche und ein weiterer großer, heller „Spiel- oder Gruppenraum“ kann nicht nur von kircheneigenen Gruppen, sondern auch von anderen genutzt werden. „Es könnte sich zum Beispiel eine neue Krabbelgruppe bilden und sich dann in diesem Raum treffen, oder eine Konfirmationsgesellschaft nutzt ihn zum Feiern“, so stellt es sich Pastor Wolffson vor.

Genutzt werden die beiden großen Gruppenräume auch von den Sprachpaten, die zwischen 20 bis 25 syrische Flüchtlinge betreuen. Die neuen Farben der Nordkirche spiegeln sich überall im Neubau wider – eine Anregung von Pastor Wolffson.

Die Idee zur sinnvollen Erweiterung des Gemeindehauses und zur Nutzung der lange leer stehenden Wohnung im Obergeschoss kam von Jörg Hauke, langjähriges engagiertes Mitglied im Kirchengemeinderat und Initiator zahlreicher Großprojekte wie die Sanierung der Glocken. Bevor Jörg Hauke aus privaten Gründen aus Zarpen wegzog, fertigte er als Architekt noch die Pläne für den Erweiterungsbau. Das lichtdurchflutete Ensemble trägt also noch seine Handschrift. Hauke hatte auch die Idee, das Grundstück zu erweitern, damit rundherum zusätzliche Parkplätze und Spielmöglichkeiten für die Kita entstehen können. „Der größte Teil der Kosten wird von der Kirchengemeinde finanziert“, so Wolffson – rund 360  000 Euro.

Das ehemalige und in die Jahre gekommene Pastoren-Witwen-Haus, das nach einem Brand in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts wieder aufgebaut wurde, diente der Gemeinde jahrelang als Kirchenbüro. „Wir standen vor der Frage, dort sehr viel zu investieren, oder etwas Neues zu bauen“, so Wolffson. Jetzt steht das alte Gebäude leer, könnte vermietet oder verkauft werden oder bei Bedarf als Flüchtlingsunterkunft dienen. Wolffson: „Unser Gemeindehaus ist ein offenes Haus und das Herzstück der Kirchengemeinde.“

>Das offizielle Einweihungsfest beginnt am Sonntag, 20. März, um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst. Danach lädt die Gemeinde zum Empfang in den Räumlichkeiten mit Begehung ein. Die Gemeindeversammlung danach fällt aus. Telefonisch ist das Kirchenbüro immer noch unter (04533) 83 84 zu erreichen. Die neue Adresse lautet: Teichstraße 6. Auch die Öffnungszeiten des Kirchenbüros, Dienstag bis Freitag, 10 bis 12 Uh, sind unverändert.





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