Grosshansdorf : Alle lieben das Bad – jetzt wollen sie es auch retten

Der frisch gewählte Vorstand des Fördervereins (vorn v. l.): Ingrid Pollmann (Presse), Ewela Hansen (Schriftführung), Dr.Kurt Redeker (Kassenwart), die Vorsitzende Hella Diekow und ihr Stellvertreter Reinhard Niegengerd, (hinten v. l.) Bettina Skuta (Sportverein), Michaela Francke (LungenClinic), Dr. Gertrud Wegener (Beisitzerin) und Jens Oexmann (stellvertretender Kassenwart).
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Der frisch gewählte Vorstand des Fördervereins (vorn v. l.): Ingrid Pollmann (Presse), Ewela Hansen (Schriftführung), Dr.Kurt Redeker (Kassenwart), die Vorsitzende Hella Diekow und ihr Stellvertreter Reinhard Niegengerd, (hinten v. l.) Bettina Skuta (Sportverein), Michaela Francke (LungenClinic), Dr. Gertrud Wegener (Beisitzerin) und Jens Oexmann (stellvertretender Kassenwart).

Um das Bewegungsbad in der Großhansdorfer LungenClinic zu erhalten, ist jetzt ein Förderverein aus der Taufe gehoben worden. Ein Defizit von 120000 Euro muss gedeckt werden, um das Bad zu sichern.

shz.de von
04. Juni 2014, 13:00 Uhr

Es gibt begründete Hoffnung, dass das Bewegungsbad in der Großhansdorfer LungenClinic erhalten bleibt. Jetzt wurde ein gemeinnütziger Förderverein aus der Taufe gehoben, ein Vorstand gewählt und eine Satzung verabschiedet. „In vier bis fünf Wochen dürfte die Eintragung ins Vereinsregister erfolgt sein“, sagt der 2. Vorsitzende Reinhard Niegengerd. Dann könnte auch der Nutzungsvertrag besiegelt werden.

20 Mitglieder zählt der gemeinnützige „Förderverein zum Erhalt des Bewegungsbads in der LungenClinic Großhansdorf“ (FBLG) bereits. Ziel bis Jahresende sind 100 Mitglieder. Vom Jahresbeitrag von 20 Euro lässt sich das Defizit des Bads allerdings nicht annähernd decken. Der Zuschussbedarf beträgt etwa 120 000 Euro pro Jahr. Das war auch der Grund für die Klinik, sich vom Badebetrieb zu verabschieden. Durch die Vereinsgründung ist die Schließung vorerst abgewendet.

Die Gemeinde Großhansdorf hat einen Zuschuss zugesagt, die Vereinsmitglieder hoffen auch auf weitere Finanzspritzen aus Hoisdorf und Siek. Auch die Nutzer müssen ihren Beitrag leisten, die Rede ist von etwa 50 bis 60 Euro pro Stunde Badebetrieb. In einer größeren Gruppe scheint das bezahlbar. „Bis zu 20 Personen können das Bad gleichzeitig nutzen“, sagt Vereinssprecherin Ingrid Pollmann. Bei 40 Wochenstunden geht diese Rechnung auf.

„Zurzeit ist unser Bad von 8 Uhr morgens bis 21 Uhr belegt“, sagt Michaela Francke von der LungenClinic. Sie ist vorerst Ansprechpartnerin für interessierte Schwimmer und erreichbar in der Klinik unter der Telefonnummer (04102) 601-3705.

„Unser Ziel ist es, weitere Nutzer zu gewinnen“, sagt Reinhard Niegengerd. Eine Vereinsmitgliedschaft sei dafür nicht erforderlich. „Wir werden jetzt die Benutzungszeiten festlegen und anbieten“, erklärt Ingrid Poll-mann, Sprecherin des Vereins. „Wir möchten dieses schöne Bad für die Bevölkerung erhalten.“ 800 Unterschriften dafür haben die Aktiven gesammelt.

Der Zustand der vor etwa 20 Jahren gebauten Anlage sei sehr gut, so Niegengerd. Die Wassertemperatur sei mit 30 Grad deutlich angenehmer als die 24 Grad im großen Becken des Ahrensburger Badlantic ergänzt Ingrid Pollmann. An Nutzern mangelt es auch bisher nicht. Sportverein, Volkshochschule, zwei Therapeuten, die Grundschule Wöhrendamm und Betriebssportgruppen und die Rheumaliga gehören dazu. Insgesamt seien es heute etwa 600 Personen, sagt sie. Das reiche aber noch nicht aus. „Wir benötigen einen Betrag im höheren fünfstelligen Bereich an Einnahmen“, sagt Niegengerd. Für mehr Nutzer und um Spenden möchte der Verein jetzt werben.

Nächster öffentlicher Termin dafür ist das Gemeindefest „Sommerzauber“ am 28. Juni. In Barsbüttel hat ein ähnliches Projekt bereits geklappt, auch dort betreibt ein Verein seit vielen Jahren die Schwimmhalle. Dennoch bleibt das Projekt in Großhansdorf zunächst auf ein Jahr befristet.






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