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Stormarner Tageblatt

18. August 2017 | 05:27 Uhr

Bad Oldesloe : Albig nimmt sich Zeit

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Ministerpräsident besucht das Oldesloer Nachbarschaftszentrum „Schanze“ und sucht ungezwungen das Gespräch mit den Besuchern.

Dass sich der Ministerpräsiden Zeit für Fragen in einem Nachbarschaftstreff nehmen kann, ist nicht alltäglich. Im Rahmen des Landtagswahlkampfs kam Schleswig-Holsteins Regierungs-Chef Thorsten Albig (SPD)nun in die Kreisstadt und setzte sich mit Anwohnern und Aktiven in der „Schanze“ am Schanzenbarg zusammen. Nach einer Führung durch das von Maria Herrmann gegründete Nachbarschaftszentrum hielt Albig gemeinsam mit der Stormarner SPD-Landtagskandidatin Susanne Danhier eine kurze Ansprach und widmete sich dann im persönlich Vier- bis Sechs-Augen-Gespräch den Fragen und Wünschen der rund 50 Oldesloer, die zu dem Termin am Sonntagmittag gekommen waren.

„Ich finde, dass die Arbeit, die hier ind er Schanze passiert, sehr wichtig ist. Und ich freue mich, dass es gelungen ist, dieses Zentrum aufzubauen“, sagte der Ministerpräsident. Er betonte den hohen Wert des Engagements für Mitmenschen und dass es gut sei, wenn Dinge gemeinsam angepackt werden. „Wir freuen uns über die sehr gute Resonanz heute und die guten Gespräche. Wir nehmen einige Anregungen mit“, so Danhier. „Es ist wichtig, dass wir hier die Themen hören, die wir angehen wollen, wenn wir dann im Landtag dazu die Möglichkeit haben“, sagte Danhier. „Wir werden sicherlich in der Stunde, die wir für die Einzelgespräche Zeit haben, jetzt nicht jedes Problem angehen können. Aber wir wollen so viele Gespräche wie möglich führen“, versprach Albig.

Die Oldesloer Schülerin Ronja Patricia Wrage von den Beruflichen Schulen nutzte die Gelegenheit, um ganz konkret anzusprechen, was man tun könne, um die Abschiebung von Mitschülern zu verhindern. „Bei uns an der Schule gibt es einen Fall , bei dem es unverständlich ist. Er ist sehr gut integriert und bringt sich toll für unseren Jahrgang ein. Ich wünsche mir, dass er, wenn er möchte, für immer hierbleiben kann. Warum sollte man ihn abschieben?“, fragte sie Albig, der ein wenig die Politik hinter solchen Entscheidungen erklärte. „Deutschland bricht nicht zusammen, wenn wir diese Menschen nicht abschieben“, zog der Ministerpräsident allerdings sein Fazit. Er selbst wolle nicht mit Abschiebeparolen am rechten Rand bei Wählern fischen. „Ich will keine Rechtspopulisten dazu bringen, mich zu wählen. Ich möchte die Stimmen der Menschen, die unsere Politik unterstützen“, stellte er klar. „Ich fand seine Antworten gut und ehrlich“, zeigte sich die junge Fragestellerin zufrieden.

„Ich finde, dass es eine gelungene Veranstaltung war und freue mich, dass so viele Oldesloer gekommen sind“, sagte Herrmann.  

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