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Stormarner Tageblatt

23. Oktober 2017 | 03:39 Uhr

Ahrensburger Schüler als Filmstars

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

15 Jugendliche bei Dreharbeiten zu dänischem Kriminalfilm / DLRG Stormarn zur Sicherheit der Crew am Großensee engagiert

von
erstellt am 21.Feb.2014 | 13:00 Uhr

Nur wenige wussten bisher davon, dass 15 Schüler der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule und drei Rettungsschwimmer der DLRG Stormarn Filmluft schnuppern durften – denn erst jetzt gab es das Okay der Produktionsfirma Zentropa aus Berlin, über die Dreharbeiten der Verfilmung von Jussi Adler-Olsens Roman „Schändung“ zu sprechen.

Die Schüler der Rettungsschwimmer-AG der Ahrensburger Schule hatten sich an der Filmproduktion beteiligt, um Spenden für die Secondary School in Mwika (Tansania) zu sammeln.

Rückblick: Der Großensee am 23. September 2013: Kameras, Scheinwerfer und Schauspieler spicken den Nordstrand des Großensee und mittendrin 15 Schüler der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule und die drei Rettungsschwimmer. Es ist der erste Drehtag für die Verfilmung des Krimi-Romans „Schändung“ des dänischen Bestseller-Autors Jussi Adler Olsen. Eine Badeszene soll gedreht werden, dafür wurden Komparsen im Wasser benötigt.

„Wir waren ziemlich überrascht, als der Anruf der Agentur kam, dass sie über das Internet auf uns und die Kooperation zwischen der Schule und der DLRG aufmerksam geworden seien“, erzählt der stellvertretende Schulleiter Dr. Karsten Jonas. Spontan entschied sich die Gruppe der angehenden Rettungsschwimmer, sich an dem Projekt zu beteiligen und die dafür von der Produktionsfirma angebotene Spende in Höhe von 600 Euro für die Secondary School in Mwika (Tansania) zu nutzen.

Und die Schüler erwartete ein spannender Drehtag am Set: Technik, Logistik und Stimmung konnten sie hier hautnah erleben und aufnehmen, was in vielerlei Hinsicht neue Erfahrungen bot, auch zur eigenen beruflichen Orientierung.

Der für die Schüler bereit stehende Garderobenbus bot bei doch kühlem Wetter zwischendurch eine willkommene Aufwärmung und lud zu Gesprächen mit der jungen Hauptdarstellerin Sarah-Sophie Boussnina aus Dänemark ein, welche aufgrund ihres jungen Alters und ihrer Maske zwischen den Schülern gar nicht auffiel.

„Alle diese spannenden Erlebnisse und Erfahrungen trösteten die Schüler am Ende des Tages auch ein wenig darüber hinweg, dass sie aufgrund einer spontanen Drehbuchänderung gar nicht mehr ins Wasser kamen“, sagt Vize-Schulleiter Jonas. „So ist das bei skandinavischen Drehs öfter“, berichtet ein deutscher Mitarbeiter der Crew und ergänzt: „Die Dänen sind mit den Drehbüchern oft etwas kreativer und halten sich da nicht so streng dran wie die deutschen Teams“. Eine überraschende Erkenntnis für die Schüler wie flexibel und spontan sich ein Film auch am Drehort noch entwickelt.

Die ebenfalls anwesenden Rettungsschwimmer der DLRG Stormarn waren hingegen stundenlang im Wasser, in Trockenanzügen, um Sarah-Sophie Boussnina sowie die Kamerateams abzusichern.

Nur einigen Wochen vor diesem Dreh kehrten Jonas und die Oberstufenkoordinatorin Anja Stenhüser aus Tansania zurück, wo sie Entwicklungsprojekte und andere Einrichtungen besuchten, um eine mögliche Kooperation der Ahrensburger Schule mit einer in Tansania vorzubereiten. „Die Secondary School in Tansania ist im Wachsen und es fehlt an allen Ecken und Enden – an allem. Daher haben wir uns entschieden, dort mit dem Geld von dem Filmdreh am Großensee kurzfristig Unterstützung zu leisten, unabhängig von weiteren möglichen Projekten und Kooperationen“, berichtet der Konrektor. „Die enge Vernetzung zwischen der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule, der DLRG Stormarn und den Freunden und Kollegen in Tansania führt zu einer besonderen Win-Win-Situation für alle Beteiligten und demnächst können die Schüler das Ergebnis sogar noch im Kino sehen“, so das Resümee von Jonas.

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