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Stormarner Tageblatt

23. Oktober 2017 | 14:32 Uhr

Ahrensburger Klimaschutz

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Nur bei Windkraftenergie muss Ahrensburg passen

Die Stadt Ahrensburg kann Klimaschutz. Jedenfalls wird ihr das in einem fast 200 Seiten starken Klimaschutzkonzept der Düsseldorfer „bofest consult“ bescheinigt. „Die Stadtverwaltung und die einzelnen Fachbereiche waren außerordentlich kooperativ in der Zusammenarbeit mit uns“, lobte Diplom-Ingenieur Volker Broekmans, „das ist nicht immer selbstverständlich. So ein Konzept ist für eine Stadt nicht unerheblich.“ Und noch etwas Positives: „Die Stadt war in einigen Bereichen sehr weitsichtig, vor allem das Gebäudemanagement arbeitet unter energetischen Gesichtspunkten sehr gut.“

Das Konzept, das während der vergangenen 14 Monate von Verwaltung, Gewerbetreibenden und Bürgern erarbeitet und von den Stadtverordneten im September gebilligt wurde, stellt nicht nur die aktuelle Situation dar, sondern zeigt auch auf, was in Sachen Klimaschutz künftig getan werden müsste und könnte. Zwei Beispiele: In Ahrensburg stieg die Zahl der zugelassenen Kraftfahrzeuge innerhalb von zehn Jahren um elf Prozent, die CO2-Werte stiegen um zehn Prozent. Angesichts eines steigenden Individualverkehrs sollten Ladestationen für Elektro-Fahrzeuge und E-Bikes angeboten werden – beide Möglichkeiten gibt es in Ahrensburg (noch) nicht. Allerdings: „Die Stadtwerke befassen sich mit diesem Thema“, sagte Bürgermeister Michael Sarach.

Zweiter Punkt: Eigenstromerzeugung. In Ahrensburg gibt es Nachholbedarf. In diesem Zusammenhang wurde auch die bevorstehende Sanierung des Rathauses angesprochen. Es sei zu überlegen, ob Solarflächen auf dem Dach installiert werden sollten – unter Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Vorgaben. „Das könnte ein Leuchtturmprojekt für Ahrensburg werden“, so Volker Broekmans. Ein sogenanntes Solarkataster für die Stadt ist derzeit in Arbeit.

Bei einer alternativen Energiequelle muss Ahrensburg aber passen. Es gibt keine geeigneten Standorte für Windkrafträder. Und noch etwas zeigt das Konzept auf: Der Stromverbrauch in Ahrensburg ist zwar insgesamt um 18 Prozent gestiegen, der Anteil der Wirtschaft sank allerdings um zwölf Prozent. „Das zeigt, dass in den Köpfen der Menschen ein Umdenken notwendig ist“, sagte Volker Broekmans.

Das Klimaschutzkonzept ist zugleich eine Grundlage für die Vergabe von Fördermitteln, einen festen Endpunkt für die schrittweise Umsetzung gibt es nicht. Aber: Erste Ergebnisse, wie etwa ein um 16 Prozent gesunkener Energieverbrauch oder die deutliche Reduzierung von CO2-Werten von bis zu 20 Prozent sollten, so die Empfehlung, bis zum Jahr 2020 realisiert werden.




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