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Stormarner Tageblatt

17. Dezember 2017 | 09:30 Uhr

Ahrensburg: Wohin mit den Fördermitteln?

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Stadt Ahrensburg könnte Geld abrufen, aber es fehlen die Konzepte

Der Stadt Ahrensburg, die im kommenden Jahr mit einem Millionen-Defizit rechnen muss, droht der Verlust von Fördermitteln aus verschiedenen Töpfen des Landes und des Bundes: Rund 1,5 Millionen Euro warten darauf, abgerufen zu werden – und das möglichst bis Ende Oktober dieses Jahres. Nur: Weder die zuständigen Fachausschüsse noch die Stadtverordneten haben für die vor einem Jahr beantragten Fördermittel klare Konzepte in der Schublade. Es geht um Geld für die Rathaus-Sanierung und um Geld für den Ankauf des alten Speichers auf dem Gutshofgelände hinter dem Marstall.

„Das Geld kommt, aber wir werden es nicht los“, heißt es mit einer gewissen Ironie im Rathaus. Zwar sind die Vertragsverhandlungen für den Rückkauf des Speichers weit gediehen, aber es gibt noch keine Unterschriften und schon gar kein Konzept für die künftige Nutzung.

Für die Sanierung des Rathauses gibt es noch keine genauen Ablaufpläne. Die Stadtverordneten taten sich bislang schwer mit dem Gedanken, den alten Speicher ohne eindeutiges Konzept zu kaufen, „dabei wäre es ein Jammer, diese Chance eines Ankaufes verstreichen zu lassen“, sagt Ulrich Keversun aus dem Bauamt der Stadt. 600  000 Euro soll das Gebäude kosten, denkbar wäre die Nutzung für Künstler, für Tourist-Informationen oder auch für Gastronomie.

Für die Rathaus-Sanierung wird es wohl erst 2016 klare Ablaufpläne geben. Ausschüsse und Stadtverordnete sind also im Zugzwang, spätestens in der November-Sitzung muss es ein Ergebnis zumindest für den alten Speicher geben. Zusammen mit Kaufpreis und Planungskosten wären rund eine Million Euro „gerettet“. Zum Thema Rathaussanierung gibt es noch eine bürokratische Besonderheit: Das Land verlangt zur Freigabe der Städtebauförderungsmittel (4,4 Millionen Euro) eine „nachvollziehbare gutachterliche Stellungnahme“ darüber, dass das Rathausgebäude in den nächsten 25 Jahren für seine Zweckbestimmung benötigt wird. Die Kosten der Expertise (15  000 Euro) muss die Stadt zahlen.

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