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Stormarner Tageblatt

13. Dezember 2017 | 08:49 Uhr

Ahrensburg: SPD und Grüne legen zu

vom

WAB der größte Verlierer, aber auch CDU und FDP müssen Stimmen abgeben. Wahlbeteiligung fällt um fünf Prozent gegenüber 2008

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Ahrensburg | Gleich mehrfach hörte man im Ahrensburger Rathaus die Jubelschreie der Grünen. Fast jede Bekanntgabe eines Wahlkreisergebnis sorgte bei ihnen für zufriedene Gesichter. Ähnlich bei der SPD. Vertreter der übrigen Parteien suchte man hier auf der zentralen Veranstaltung zur Bekanntgabe der Ergebnisse die meiste Zeit über vergeblich. So richtig Spannung mochte daher im Ahrensburger Rathaus nicht aufkommen.

Im fast leeren Foyer machte sich eine gewisse Tristesse breit. Außer einigen Lokal politikern waren nur wenige Bürger und Angestellte der Verwaltung vor Ort.

Sie erlebten gemeinsam nach einigen technischen Schwierigkeiten bei der Präsentation dieses Wahlergebnis: CDU 34,5 % (3872 Wähler), SPD 27,8 (3115), Grüne 19,3 (2167), FDP 6,4 (718) WAB 12,0 (1341). Das alles bei einer Wahlbeteiligung von nur 43,6 Prozent, die damit nochmal fünf Prozentpunkte geringer ausfiel als im Jahr 2008.

Die deutlichen Gewinner des Abends waren die SPD (+4,8 Prozent) und die Grünen (+2,5). Alle anderen Parteien mussten in der Schlossstadt Verluste hinnehmen. Die CDU verlor 1,5 Punkte, die FDP 1,8 und die WAB sogar 4,1 Prozentpunkte gegenüber der Kommunalwahl 2008. Während die CDU damit ihren Negativtrend fortsetzt (2003 stand sie noch bei 46,1 Prozent), konnte die SPD diesen nicht nur aufhalten, sondern umkehren und sich sogar leicht über das Ergebnis von 2003 bewegen (damals 27,3).

Bei den Ahrensburger So zialdemokraten herrschte dementsprechend gute Stimmung. "Ich selbst habe es in meinem Wahlkreis zwar leider nicht direkt geschafft, aber da hieß es sogar, dass es unmöglich sei, ein Plus zu bekommen. Es ist uns aber gelungen, dort fünf Prozent zuzulegen. Insgesamt bin ich zufrieden mit heute Abend", so Bela Randschau von der SPD. Es sei fast überall gelungen, der CDU und der FDP Stimmen abzujagen. Die Grünen um Jörg Hansen und Monja Löwer freuten sich über den Stimmzuwachs und zogen noch vor dem Endergebnis genau wie ihre sozialdemokratischen Kollegen weiter zu eigenen parteiinternen Feiern. Das hatten die Mitglieder der anderen Parteien bereits vorher getan.

Dafür ernteten sie von den wenigen neutralen Besuchern im Rathaus Kritik. "Es ist ein Trauerspiel, dass wir es nicht hinbekommen, nur einen Termin zur Bekanntmachtung der Ergebnisse zu veranstalten, sondern, dass jede Partei ihre Privatparty macht, sich selbst feiert und die Konfrontation mit den Wählern scheut", so der Ahrensburger Martin Hoefling der als Zuschauer vor Ort weilte.

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