zur Navigation springen
Stormarner Tageblatt

19. August 2017 | 02:17 Uhr

Ahrensburg muss schnell reagieren

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Auch Ahrensburg wird Sporthallen und andere öffentliche Gebäude zur Unterbringung der Flüchtlinge nutzen müssen

Die Zahl der Flüchtlinge hat sich in den letzten Wochen dramatisch erhöht. Auch die Stadt Ahrensburg steht vor der Aufgabe, deutlich mehr Menschen unterbringen zu müssen, als in den bisherigen Prognosen angenommen wurde. Tatsächlich wird bis Jahresende eine Zuweisung von 400 Flüchtlingen erwartet. Das sind mehr als doppelt so viele, wie ursprünglich prognostiziert.

Ein Ende dieser Entwicklung sei zurzeit nicht absehbar, vielmehr müsse davon ausgegangen werden, dass sich die Lage im kommenden Jahr weiter verschärft. Städte und Gemeinden sind gesetzlich verpflichtet, die ihnen von der Kreisverwaltung zugewiesenen Personen unterzubringen. Die Stadtverordnetenversammlung hat für das laufende Jahr bereits rund 1,825 Millionen Euro für den Bau von vier Wohngebäude zur Verfügung gestellt. Diese werden aufgrund der erhöhten Zuweisung aber bei weitem nicht ausreichen. Auch Ahrensburg werde Sporthallen und andere öffentliche Gebäude zur Unterbringung der Flüchtlinge nutzen müssen.

Bereits jetzt werden die ehemaligen Räume des THW im Rettungszentrum am Weinberg hergerichtet. In den Herbstferien soll eine Notunterkunft in der Turnhalle der ehemaligen Fritz-Reuter-Schule eingerichtet werden. Die Nutzer der Halle wurden bereits darüber informiert. Man versuche, Ausweichmöglichkeiten zu finden. Mietangebote für Wohnungen werden im Ahrensburger Rathaus unter Tel.: 77  257, 77  182 oder 77  133 entgegen genommen.

Nicht nur die Stadt steht vor einer großen Herausforderung, auch der Freundeskreis Flüchtlinge stößt mittlerweile an seine Grenzen. Es werden dringend weitere Paten gesucht, die die Menschen in Ahrensburg willkommen heißen und in der ersten Zeit unterstützen. Wer sich engagieren möchte kann sich bei Christiane Westphal vom Freundeskreis per E-Mail an paten@fkfa.de melden.

Zum Thema Sachspenden weist der Freundeskreis darauf hin, dass die Stadt allen Flüchtlingen eine Grundausstattung zur Verfügung stellt. Möbel, Haushaltsgegenstände und Wäsche sind also vorhanden. Alles, was die Menschen darüber hinaus noch zusätzlich benötigen, versucht der Freundeskreis zu vermitteln, der eine Liste mit allen angebotenen Dingen führt. Die Paten der Flüchtlinge erhalten sie regelmäßig, da keine Lagermöglichkeiten für Sachspenden vorhanden sind.

Kleidung vermittelt der Freundeskreis nicht, sondern arbeitet mit den Kleiderkammern des DRK in Großhansdorf und Bargteheide sowie dem Kinderhaus Blauer Elefant und der Awo Kinderkiste zusammen. Fragen beantwortet Anke Ackermann per E-Mail an sachspenden@fkfa.de.

zur Startseite

von
erstellt am 14.Sep.2015 | 13:33 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen