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Absage abgesagt : Ahrensburg darf doch wieder Oktoberfest feiern

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Nach dem Nein im Kulturausschuss votiert die Mehrheit der Stadtverordneten für das Fest.

Es wird auch in den nächsten Jahren Oktoberfest in der Ahrensburger Innenstadt geben. Das beschlossen die Stadtverordneten mehrheitlich. Sie mussten sich mit dem Thema befassen, weil der Kulturausschuss solche Fest wegen Lärm, Alkohol und nicht vorhandener Tradition bei Stimmengleichheit abgelehnt hatte. SPD, Grüne waren zwar weiterhin gegen die Vergabe des Festes an EPM, zu vergeben, in der Stadtverordnetenversammlung gab es aber eine Mehrheit dafür.

Zu Beginn hatten Vertreter des Stadtforums eindringlich an die Politik appelliert. Die Begründungen im Ausschuss seien schwer nachvollziehbar, zumal auch der dritte verkaufsoffene Sonntag auf diesen Termin gelegt wurde, so der Vorsitzende Götz Westphal: „Zwölf Tage im Jahr werden die Anwohner belästigt, sie profitieren aber 365 Tage davon.“ Das gelte auch für die Gastronomie, bestätigt eine Wirtin: „Wir haben keine Einbußen durchs Oktoberfest, im Gegenteil.“

Die Debatte war dann lebhafte und ironisch. „Die böse SPD ist jetzt der Spielverderber“, sagte Doris Unger, dabei wolle man sich nur nicht für volle drei Jahre festlegen. Außerdem sei es eine rein gewerbliche Veranstaltung und kein Gewinn für Ahrensburg. Christian Schubbert (Grüne) plädierte für ein Oktoberfest am Stadtrand: „Warum in die Innenstadt ziehen, wenn es dort Probleme gibt?“ Anwohner hätten sich über die Lautstärke und Besucher beschwert, die ihre Notdurft an Türeingängen oder in den Vorgärten verrichtet hätten. Christian Schubbert: „Warum kann nicht beim Schützenhaus oder dem Multi-Funktionsplatz am Marstall gefeiert werden?“ Zudem sei die Fraktion vom Veranstalter Stephan Schächterle enttäuscht“, sagte Jörg Hansen. Die Grünen hätten das Vertrauen in seine Zusagen verloren.

Matthias Stern (CDU) kommentiert es ironisch. Das Fest passe kulturell nicht zu Norddeutschland?. Dann sollte Ahrensburg provinzieller werden. Statt des Wein- könne dann ein Bismarckhering-Fest gefeiert werden. Thomas Bellizzi (FDP) wandelte den Stadt-Slogan um in „Hamburgs schlafende Nachbarin“. Im vergangenen Jahr seien 21  000 Besucher gezählt worden: „Wenn das keine Wirtschaftskraft bringt.“

Die WAB legte den Antrag vor, das Fest nicht für drei, wie Schächterle vorgeschlagen hatte, sondern erstmal nur für zwei Jahre zu vergeben. „Bis März muss ein neues Konzept erarbeitet werden, um die Belästigung der Anlieger zu reduzieren“, sagte Peter Egan. Dem folgte schließlich die Mehrheit der Ahrensburger Stadtvertretung. Grüne und SPD stimmen dagegen.

 

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