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Stormarner Tageblatt

15. Dezember 2017 | 01:47 Uhr

Ahrensburg braucht Kredite

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Neben der Finanzlage diskutierten die Stadtverordneten über Flüchtlingsunterbringung und Klimaschutz

Noch hat Ahrensburg über vier Millionen Euro in der Kasse, in vier Wochen werden es nur noch 100  000 Euro sein. Grund: Weil die Gewerbesteuern eingebrochen sind, kommt kein Geld nach. „Wir müssen nach langer Zeit wieder einen Kassenkredit in Anspruch nehmen“, sagte Bürgermeister Michael Sarach in der Stadtverordnetenversammlung.

Neben der Finanzlage waren das Klimaschutzkonzept, die Satzung über die Ehrung verdienstvoller Bürger und die Flüchtlingsunterbringung Hauptthemen. Der ehemalige THW-Trakt am Rettungszentrum Weinberg und die Sporthalle der Fritz-Reuter-Schule werden zurzeit hergerichtet und bieten Platz für 60 Menschen. „Wir müssen jetzt schon weitere Maßnahmen in die Wege leiten, die Entwicklung hört zum Jahresende nicht auf“, forderte CDU-Fraktionschef Tobias Koch die Verwaltung auf, Container oder Holzhäuser zu bestellen. „Es gibt Lieferfristen von mehreren Monaten“, so Koch, der auch die Ev. Kirchengemeinde kritisierte die eine Belegung des Gemeindehauses St. Johannes von einem Grundstücksverkauf abhängig mache. Die FDP einen Runden Tisch zum Thema Flüchtlinge. Am 25. November solle es eine Einwohnerversammlung geben, so der Bürgermeister. Nach Meinung einiger Politiker ist das viel zu spät.

Als eine „Ansammlung bekannter Dinge“ kritisierte Thomas Bellizzi das Integrierte Klimaschutzkonzept für die Stadt. Es wäre besser, zunächst mal den Internetauftritt der Stadt Ahrensburg zu verbessern, so der FDP-Fraktionschef. Tobias Koch bewertete den 188 Seiten dicken Bericht als „Basis für künftige Förderanträge“. Dem Konzept wurde schließlich Konzept mehrheitlich zugestimmt.

Einst von der FDP angeschoben gibt es nun endlich eine Satzung über die Ehrung verdienter Bürger der Stadt. Es wird künftig eine Form der Würdigung geben, eine Anstecknadel samt Urkunde. Zudem kann Ahrensburg eine Ehrenbürgerschaft für Persönlichkeiten aussprechen, die sich auf politischem, wirtschaftlichen, kulturellen oder anderen Gebieten verdient gemacht haben.

Last but not least: Die Mosaike im Fußgängertunnel Manhagener Allee des inzwischen verstorbenen Künstlers Rolf Laute sollen komplettiert werden – es fehlen noch acht Motive in der „Galerie der Hände“. Über Spenden und Sponsorenverträge soll der Betrag von 21.000 Euro zusammenkommen, die Stadt beteiligt sich – falls nicht genügend Drittmittel kommen – mit zehn Prozent an den Kosten.

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