14-Millionen-Investition : Ahrensburg bekommt ein neues Badlantic

Der Lageplan für den Neubau des Hallenbads in der Schlossstadt.
Der Lageplan für den Neubau des Hallenbads in der Schlossstadt.

Kein Spaß, keine Rutsche: Der Neubau soll ein reines Sportbad werden. Freibad und Sauna bleiben erhalten.

shz.de von
12. Juli 2017, 06:00 Uhr

Nach fast eineinhalb Jahren Stillstand gab es jetzt im Ahrensburger Hauptausschuss zumindest eine Vorentscheidung: Die Schlossstadt will für rund 14 Millionen Euro ein neues Hallenbad am jetzigen Badlantic-Standort im Reeshoop bauen. Diese Grundsatzentscheidung müssen die Stadtverordneten am kommenden Montag noch bestätigen. Die Sitzung in der Reithalle beginnt um 19.30 Uhr.

Das jetzige Bad bleibt während der Neubauarbeiten geöffnet. „Wenn wir das alte Bad während der Bauzeit schließen, wird es sehr schwer, die Menschen wieder zurückzuholen“, sagte Detlef Levenhagen (CDU). Nach der Neueröffnung wird das jetzige Badlantic zurückgebaut, sprich, abgerissen. Das Freibad bleibt erhalten, die Cottage-Sauna soll ans neue Gebäude angebunden werden.

Das Badlantic II ist als reines Sportbad geplant – ganz ohne Schnörkel und besondere Ausstattung. Selbst eine Wasserrutsche wird es nicht geben. Allerdings müssen sich die Ahrensburger noch etwas gedulden. „Ich gehe nicht davon aus, dass wir in den kommenden 18 Monaten den Grundstein legen werden“, formulierte es der scheidende Stadtkämmerer Horst Kienel. Das alte Badlantic wurde im Juni 1983, also vor 34 Jahren, eröffnet und ist – vorsichtig ausgedrückt – in die Jahre gekommen. Zudem sind die Besucherzahlen rückläufig: In den Anfangsjahren waren es 600  000 pro Jahr, jetzt sind es noch 260  000. Das Ahrensburger Badlantic war im Kreis Stormarn nahezu konkurrenzlos, inzwischen gibt es zahlreiche und besser ausgestattete Mitbewerber. Die Stadt pumpt jährlich bis zu 1,8 Millionen Euro Zuschuss in das Bad.

Auf Antrag der SPD sollen alle Planungsschritte über ein externes Projektmanagement gesteuert werden. Dazu wird es einen städtischen Lenkungsausschuss unter Federführung des Bauamsleiters geben. Zudem sollen die Vorschläge der Nutzergruppen im Detail umgesetzt werden.

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