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Stormarner Tageblatt

17. Dezember 2017 | 00:18 Uhr

Ahrensburg bekennt Farbe

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Grüne geben Nordumgehung Zustimmung / Lindenhof-Gelände und Alte Reitbahn weiter Mischgebiete

Mit einer Fülle von Anträgen hat sich der Bau- und Umweltausschuss auf einer gemeinsamen Sitzung beschäftigt. Wo sollen neue Wohnungen gebaut werden? Wie soll der Verkehr in Zukunft fließen? Darum ging es drei Stunden lang in der Diskussion über Flächen- und Landschaftsplan. Die Beschlüsse fließen in den Vorentwurf ein, der ausgelegt und weiter diskutiert wird.

Bemerkenswert ist die Zustimmung der Grünen zu einer Nordumgehung: „Das ist ein historischer Moment, dass wir für die Straße stimmen“, sagte Jörg Hansen. Einstimmig befürworteten die Mitglieder beider Gremien die nördlichere Variante, die über das jetzige Famila-Gelände auf den Kornkamp führen soll. Von dort soll es auch eine Verbindung zur Kurt-Fischer-Straße geben. Einen Beschluss für die Nordtangente wollten die Kommunalpolitiker aber noch nicht fassen. Denn die Trasse führt über Delingsdorfer Gebiet, und es sind Abstimmungen mit dem Nachbarn nötig.

Die Fortführung der Nordumgehung nach Westen lehnen die Grünen hingegen ab. „Der Verkehr auf der Bünningstedter Straße würde erheblich zunehmen“, so Hansen. Rafael Haase (SPD) plädierte dafür, und für den Weiterbau bis zum Rosenweg: „Alle Ost-West-Verbindungen in Ahrensburg wurden geschlossen. Das ist die Ursache der heutigen Verkehrsprobleme, alle müssen heute durch die Innenstadt fahren.“ Doch der Antrag fand keine Mehrheit.

Stadtplaner Sebastian Stegemann hatte auf die hohe Qualität des Gebiets nördlich vom Klärwerk hingewiesen. Die Südumgehung soll im F-Plan gestrichen werden, denn im Bauausschuss gab es keine Mehrheit dafür. Allerdings spricht sich der Umweltausschuss für die Beibehaltung aus.

Das Lindenhof-Gelände und die Alte Reitbahn sollen Mischgebiete bleiben und damit weniger verdichtet. Der SPD-Antrag auf Ausweisung als reine Wohngebiete wurde abgelehnt. Das Gebiet Rosenweg / Bünningstedter Straße soll nicht als Baugebiet eingetragen werden, beschloss eine Mehrheit. Einig waren sich die Mitglieder, eine Pufferzone zum Gelände des SSC Hagen einzuplanen.

Keine Zustimmung fand auch der Antrag der CDU, das Kleingartengebiet am Reeshoop als Fläche für Sport und Freizeit auszuweisen. Es bleibt bei einem Wohngebiet. Die Kleingärtner sollen neue und größere Flächen im Erlenhof-Gebiet erhalten. Abgelehnt wurde auch der Antrag, die Bebauung im Spechtweg / Brauner Hirsch auf eine Baureihe zu reduzieren. Der Erlenhof-Nord wird nicht als Wohngebiet eingetragen.

Ein späterer Bau von Wohnraum auf dem Stormarnplatz bleibt weiter in der Diskussion. Der CDU-Antrag, das Areal als Grünfläche auszuweisen, wurde vorerst zurückgestellt. „Wir empfehlen es nicht als vorrangige Fläche für den Wohnungsbau, aber als einen Puffer für die Zukunft“, so Stegemann. Dagegen bleibt eine Erweiterung des Gewerbegebiets Nord nach Osten möglich. Der Antrag der Grünen auf Streichung wurde abgelehnt. Wohnungsbau auf einer Sonderfläche in Wulfsdorf östlich der Allmende bleibt grundsätzlich möglich, dafür müsste aber der Bebauungsplan geändert werden.

Möglich bleibt auch ein Gewerbegebiet östlich der Autobahn. Eine Erschließung wäre aber nur in Zusammenarbeit mit Siek möglich.

Vertagt sind die Anträge zur Bebauung östlich des Starwegs und westlich der Hamburger Straße ganz im Süden. Auch über den WAB-Antrag auf Erweiterung des Gewerbegebiets als Mischgebiet bis zum Schaarberg wurde noch nicht entschieden. Keine Entscheidung gab es auch über den Antrag von FDP und SPD, das Badlantic-Gelände und die Sportplätze als Wohngebiet zu deklarieren, für den Fall eines Neubaus des Bades.

Ein Satzungsbeschluss für den F-Plan wird erst Ende kommenden Jahres erwartet. Der Entwurfsplan ist bis dahin im Verfahren für den Entwurf, an dem alle Bürger mitwirken können. Bis dahin werden sich die Fachausschüsse mindestens noch zweimal damit befassen.





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