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Wahlkampf in Oldesloe : AfD-Veranstaltung abgesagt – wegen Denkmalschutz

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Bürgermeister Tassilo von Bary ist in Sorge um das Bürgerhaus. Die Partei fordert wegen der kurzfristigen Absage Schadenersatz und stellt eine Untreue-Anzeige.

Jetzt also doch: Bürgermeister Tassilo von Bary hat die für Donnerstag im Bürgerhaus geplante Veranstaltung der AfD abgesagt. Hintergrund ist ein Schreiben aus dem Inihaus, mit dem gegen die Diskussionsrunde der Politiker, die dem rechtspopulistischen Umfeld zugeschrieben werden, protestiert wird (wir berichteten). Der Oldesloer Verwaltungs-Chef hat nun Sicherheitsbedenken.

Harald Redemann, Sprecher des Stormarner AfD-Kreisverbands ist sauer. Zusammen mit seinem Parteifreund Dieter Bleek war er gerade im Bürgerhaus, ließ sich vom Hausmeister in die Schließtechnik einweisen, als eine Botin aus dem Rathaus die Depesche mit der Kündigung des Mietvertrags überbrachte. Das will die Partei nicht auf sich sitzen lassen. „Wir behalten uns eine einstweilige Verfügung vor“, kündigt Redemann an. Auf jeden Fall werde die AfD Schadenersatz geltend machen. „Wir hatten Anzeigen geschaltet, Plakate gedruckt und aufgehängt, Flyer verschickt … das wird nicht unter 2000 Euro sein“, sagte Redemann. Der Parteijustiziar werde zusätzlich noch Anzeige wegen Veruntreuung gegen den Bürgermeister erstatten.

Ursprünglich war Tassilo von Bary davon ausgegangen, die Veranstaltung nicht verbieten zu können, weil die AfD eine zugelassene Partei sei. „Aufgrund der Ankündigungen und der Situation“, so von Bary, sei neu geprüft worden: „Ich sehe das Gebäude gefährdet. Und das steht immerhin unter Denkmalschutz.“ Er könne nicht riskieren, dass das Bürgerhaus eventuell mit Parolen verschmiert werde. Außerdem tage zeitgleich mit der AfD in einem anderen Raum das Bündnis gegen Rechts. Eine unglückliche Verquickung.

Bei der AfD hält man das für vorgeschobene Argumente. Redemann: „Wir hatten ein Gespräch mit der Polizei. Uns ist zugesichert worden, Veranstaltung und Gebäude mit zehn Beamten zu sichern. Innen haben wir zusätzlich Personenschutz.“ Eine Verlegung an einen anderen Ort sei wegen der Kurzfristigkeit nicht möglich.

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erstellt am 14.Mai.2014 | 06:00 Uhr

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